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Wir freuen uns auf alle, die Spass und/oder Interesse am OFFROAD haben
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Seilwinde am Terracan
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04.09.2010, 00:39
von Calibar Zum letzten Beitrag gehen

Geschrieben: 04.09.2010 um 22:28 von Calibar
Die Überholung einer China Winde, Überholung ist zwar falsch formuliert, korrekter Bau wäre besser formuliert.

Die Basis ist eine 24V Elektrowinde mit einer angeblichen Zugkraft von 5,9 t . Angeblich deshalb das die Qualität der Zahnräder, eigentlich der Ganzen Winde nicht veregleichbar ist mit einer Warn oder dergleichen.

Diese weisen an stellen die nicht mechanisch direkt belastet sind schon teils Fehler im Stahlguss auf. Fehler in form von Einkerbungen, sieht aus wie wenn die Gussform verunreinigt gewesen ist.

Das Gehäuse selbst ist aus Aluminium guss. Ein Frechheit ist schon fast das die oberen beiden Querstangen die Motor und Getriebeeinheit zusammenhalten eine normale "Schwarze" Stahlstange ist und lediglich ein verchromtes Material ( unter 1mm Wandstärke ) darübergeschoben ist.

Die Seiltrommel ist im inneren gänzlich als Bremstrommel ausgelegt, einfacher in der Produktion (nicht gefräster Gusskorper), dies hat aber wenigstens den Vorteil das die Bremse nicht mm genau positioniert werden muss. Die Gleitstellen der trommel waren mit Oxidationen, Lacken und Schmutz versehen.

Der Motor ist auch nicht für die Ewigkeit gebaut, die Kohlen sind recht kurz gehalten (ca. 12mm höhe bei runden 5mm Nutzschicht), desweitere wies er bereits ganz leichte Oxidationsspuren auf obwohl die Winde nur in der trockenen Halle gelagert wurde.

Die Verschraubungen sind aussenverchromt, aber es sind normale Stahlschrauben die in das Alugehäse gehen. Hier kann man auf eine unlösbarkeit in verbindung mit Feuchtigkeit warten.

Die Abdichtung der Winde ist die Katastrophe überhaupt, 2 Papierdichtungen Getriebeseitig die auf Oxidationen und Lacke trocken gelegt sind, und die komplett fehlende Motorabdichtung führen wohl sehr schnell zum Totalausfall der Winde.

Das wichtigste ist wohl die Schmierung, also spätestens nach der ersten richtigen Sonne (von Betriebserwärmung ganz weg gedacht mal) wäre der Hauch von vorhandenem Fettählicher Masse wohl weg gewesen und es wäre der Trockenlauf vorraus zusehen gewesen.

Das sie alles andere als ein Konkurenzprodukt zu Warn, Remsey und co zu zählen ist können wir absolut verneinen.

Das was Interessant ist, ist der Preis, 300 bis 400 Euro im großen Kaufhaus, dafür kann man kein High End Produkt erwarten, jedoch muss diese zunächst zerlegt und vernünftig gebaut werden.

68 Bilder zeigen nun die Demonatge, überarbeitung und Wiedermontage inclusive unsere Fehler aller "wie war das Getriebe jetzt wieder zusammengesetzt". Hochbelastbares Litium Ionen Radlagerfett wurde zur Schmierung verwendet und Silicon zum einsetzten der Simmerringersatz Medien...


Bildreport:



















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Geschrieben: 04.09.2010 um 16:23 von Touareg V
Touareg V Balkan Offroad: 1.800 Kilometer von Bulgarien nach Griechenland beginnen.



Zitat:
Am heutigen Samstag hat in der bulgarischen Stadt die "Balkan Offroad" Marathonrally offiziell mit dem Event "Arena Offroad" begonnen. Die Amateur-Marathonrally wird in diesem Jahr zum zweiten mal veranstaltet, insgesamt müssen 1.800 Kilometer von Plovdiv in der Mitte Bulgariens in den Norden Griechenlands, ca 150 Kilometer südwestlich von Thessaloniki bewältigt werden.

Wie berichtet haben sich zu den 60 Teilnehmern auch vier deutsche Pkw-Teams, 1 Quad aus Deutschland und zwei Motoräder aus Österreich gesellt. Bei den Pkw am Start: Rolf Blaess und Simon Garnham (ORC Mercedes G500), Daniela Blaess und Alexandra Bauer (ORC Mercedes 320), Thomas Becher und Hans-Peter Wohlfahrt (Toyota Land Cruiser) und Thilo Hagemann/Heike Elfenthal (Mercedes G 360 Brabus).

Um aus der Rally auch einen interessanten Zuschauerevent zu machen, wurde der Start mit dem "Arena Offroad" Event verbunden. Die "Arena Offroad" ist eine Mischung aus Messe, Show, Offroad-Trial für Jedermann und grosser Party am Abend. Weit über tausend Zuschauer hatten sich bis zum frühen Nachmittag eingefunden.

Der Event findet in 1.300 Meter Höhe in den Bergen nahe Plovdiv statt. Das hat einen speziellen Grund: "Um diese Jahreszeit kann es im Tal immer noch brutal heiss werden - und in den Bergen ist es einfach kühler" berichtet Veranstalter und Baja Saxonia-Sieger Alexander Kovatchev. Und kühl ist es heute in der Tat: In der Nacht gingen die Temperaturen bis auf 3 Grad herunter, heute ist es leicht bewölkt bei 18 Grad.

Die deutschen Teams wurden am Freitag persönlich von Kovatchev begrüsst, als Einleitung erfolgte es ein erstes Briefing in seinem Unternehmen "Gladiator Offroad". Eine Überraschung gab es bereits vor dem Abflug am Kölner Flughafen: GORM-Teilnehmer Carsten Günther - im zivilen Leben Pilot - begrüsste die ab Köln fliegenden Teilnehmer am Flughafen und flog sie persönlich nach Sofia. "Das war Zufall" grinste Günther.

Für die Teilnehmer ist es heute noch ruhig - quasi ein "Eingewöhnungstag". Am Vormittag wurde der Paperkam erledigt, mehr steht heute nicht auf dem Programm.

Die eigentliche Rally beginnt am morgigen Sonntag mit der Technischen Abnahme am Vormittag, gleich darauf geht es in den Prolog am Stadtrand von Plovdiv. Montag und Dienstag werden dann grosse Rundkurse um Plovdiv gefahren, am Mittwoch geht es ins Gebirge nach Griechenland.

"Die Strecken sind sehr sehr schnell, aber auch tükisch" erklärte Veranstalter Kovatchev. "Geht bitte nicht ans Limit, wenn ihr 80 Prozent fahrt, könnt ihr hier gewinnen."

Das Starterfeld ist bunt gemischt. Bulgaren, Griechen, Italiener, Slowenen, Deutsche, Österreicher, Mazedonier, Rumänen. Vom 500-Euro Bastelauto bis zum 250.000 FIA-Isuzu D-Max ist alles dabei - das Reglement ist kurz und knapp. "Wir hoffen, das den Teilnehmern die Rally gefällt und wir auch speziell aus Deutschland im kommenden Jahr noch mehr Teilnehmer bekommen" meint Kovatchev.
Quelle

Gruss Ruedi
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Geschrieben: 29.08.2010 um 16:45 von Wermaka
Hallo und guten Tag,

ich fahre einen Hyundai Galloper 2,5 TD Exceed JK-T01. Erstzulassung März 2001 Seit einiger Zeit geht meine Airbagleuchte nicht mehr aus. In meiner Hyundaifachwerkstatt konnte man den Fehler nicht auslesen. Begründung: Das Diagnosegerät bekommt keinen externen Spannungsimpuls somit ist eine Fehlerdiagnose nicht möglich.
Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ich bin für jeden Hinweis dankbar

Gruß Werner
Views: 91 | Antworten: 2
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Geschrieben: 27.08.2010 um 11:23 von pmwoody
pmwoody Tach zusammen,

Hat irgendwer eine Lösung für eine Leerlaufdrehzahlerhöhung für den TC? Ich würde gerne beim Winchen die Drehzahl auf 2200 U/min erhöhen so dass die LIMA entsprechend Leistung hat
- natürlich per Knopfdruck ;-)

Das müsste doch mit dem elektronischen Gaspedal möglich sein wenn man die Spannung irgendwie "von außen" kontrolliert erhöht?

Anbei mal eine Skizze einer Idee wie man so etwas machen könnte. Wer kennt sich aus - wer hat's schon mal gemacht - gibt's andere Möglichkeiten?

Bin für jede Hilfe dankbar.

Viele Grüße,

Mario
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Geschrieben: 26.08.2010 um 14:57 von Touareg V
Touareg V Ohne Weg zum Ziel

Zitat:
Hierzulande dürfen SUV und Offroader nur selten die gut asphaltierten Straßen verlassen und erobern sie einmal einen rutschigen Feldweg, behaupten die meisten Fahrer schon, sie wären im Gelände gewesen. Anders sieht die Welt im kleinen Inselstaat Island aus, wo geteerte Straßen eine Seltenheit sind und selbst viele Geländewagen an ihre Grenzen stoßen.

Zwischen alter neuer Welt liegt Island, auf dem mittelatlantischen Rücken und damit sowohl auf der nordamerikanischen als auch auf der eurasischen Platte. Das führt nicht nur zu zahlreichen Erdbeben und vulkanischer Aktivität, sondern auch zur kulturellen Vermischung. So gehört der Inselstaat politisch zwar zu Europa, doch die Nähe zu den USA ist spürbar. Die Isländer lieben Burger und Hot Dogs, wohnen in windigen, flachen Häusern und legen Straßen durch dünn besiedelte Wohngebiete, die breiter sind als manch deutsche Bundesstraße.



Kein Wunder, dass die Isländer auf diesen breiten Wegen auch gerne mit großen Autos unterwegs sind. SUV und Geländewagen bestimmen das Straßenbild. Zwar sind die Offroader in der Hauptstadt Reykjavík oft auch nur Imageträger wie bei uns, doch schon wenige Kilometer nach der Stadtgrenze sind die harten Geländewagen oftmals notwendig. Denn viele Orte, vor allem im Hochland, sind schlicht weg mit einem normalen Fahrzeug nicht zu erreichen.

Wenig Asphalt, viel Schotter



13.004 Straßenkilometer gibt es auf Island, 4.331 Kilometer davon sind asphaltiert; der Rest sind Schotterpisten. Abseits der einmal um die Insel führenden Þjóðvegur 1, der Ringstrasse, empfiehlt sich also ein geländegängiger Untersatz, zumal Wasserdurchfahrten und im lang andauernden Winter nicht geräumte Wege zum Alltag gehören. Und teilweise sind die Straßen so unwegsam, dass auch gestandene Geländewagen an ihre Grenzen stoßen. Da hilft nur der vorherige Besuch bei Arctic Trucks in Reykjavík. Seit über zwanzig Jahren machen die Jungs dort aus ohnehin schon großen Allradlern Fahrzeuge, die so gut wie nichts und niemand mehr aufhalten kann.

Von Island bis Dubai



Als Antwort auf die in Island zunehmenden Fahrzeug-Umbauten in der eigenen Garage gegen Ende der Achtziger Jahre – Auslöser war vor allem die Verfügbarkeit größerer Reifen aus den USA – wurde die Firma 1990 als Tochter des hiesigen Toyota-Importeurs unter dem Namen „Toyota Accessories“ gegründet. Toyota wollte den Kunden die Eigenregie-Umbauten abnehmen und damit zum einen die Sicherheit und Qualität erhöhen, freilich aber auch Geld daran verdienen.
1997 wurde die Abteilung vom ehemaligen Chef des Toyota-Importeurs als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert und von ihm unter dem Namen Arctic Trucks weitergeführt. Schon zwei Jahre drauf wurde eine Niederlassung in Norwegen gegründet, mittlerweile gibt es weitere Standorte in Finnland, Russland, Südafrika, Brasilien und sogar Dubai, wo sich seit 2008 die Scheichs an den monströsen Offroadern erfreuen.

Spezialisiert auf Toyota



Mittlerweile operiert Arctic Trucks unabhängig von Toyota, doch arbeiten die Isländer weiterhin eng mit dem japanischen Hersteller zusammen. Zwar werden auch Fords, Hyundais, Isuzus, Mitsubishis und Nissans umgebaut, doch das Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf Toyota. Land Cruiser und Hiluxkönnen auch fertig umgebaut bei Arctic Trucks bestellt werden, die die Autos dann direkt vom Toyota Werk in Südafrika beziehen
In der modernen Werkstatt am Stadtrand von Reykjavík werden die Autos quasi komplett auseinander genommen, die in Frage kommenden Teile umgebaut oder ersetzt und anschließend wieder zusammen gefügt. Das dauert, je nachdem was modifiziert wird, bis zu 300 Arbeitsstunden – dann ist der Toyota Land Cruiser oder Hilux allerdings auch fit für eine Antarktis-Expedition.



Dass sich Arctic Trucks vor allem auf den Umbau des Toyota Land Cruiser speziaisiert hat, überrascht nicht. Der japanische Offroader eignet sich nicht nur Dank verhältnismäßig einfacher Technik gut für die Modifikation, sondern ist zudem auch das meist verkaufte Fahrzeug in Island. Dementsprechend vielfältig ist auch das Angebot von Arctic Trucks. Am eindrucksvollsten ist jedoch der Umbau zum AT38 oder AT44, das heißt mit 38 oder 44 Zoll großen Reifen auf allerdings nur 15 Zoll messenden Felgen.

Räder im Mittelpunkt



Die Räder stehen im Mittelpunkt des Umbaus und die riesigen Reifen werden, wie auch die zweiteiligen, verschraubten Felgen, von Arctic Trucks selbst entwickelt. Schließlich sind die Räder einer der wichtigsten Faktoren, wenn es darum geht, im schweren Gelände weiter voran zu kommen. Die größere Auflagefläche sorgt für geringeren Druck, damit die Fahrzeuge auf weichem Untergrund wie Schnee oder Matsch nicht so leicht einsinken. Außerdem sorgen die üppigen Dimensionen für mehr Bodenfreiheit, was beim Überwinden von Felsen oder Wasser nötig ist. Und die im Gelände mit nur geringem Luftdruck befüllten Reifen schlucken einen Großteil der Unebenheiten, was wiederum die Federung des Fahrzeugs entlastet und für mehr Stabilität sorgt.



An den Dimensionen der Räder orientiert sich der restliche Umbau. 44 Zoll große Reifen, das entspricht einem Durchmesser von rund 112 Zentimetern, brauchen viel Platz im Radkasten. Und den verschaffen sich die Mechaniker ganz martialisch mit der Flex. Achsen, Federn und Dämpfer werden dann entsprechend umgebaut und die Bremsen angepasst. Auch der Tank muss beim AT44-Umbau weichen und wird etwas kleiner, dafür spendiert Arctic Trucks dem Land Cruiser einen zusätzlichen 90 Liter Tank. In Summe stehen dann rund 160 Liter Sprit zur Verfügung. Die braucht der Toyota vor allem im Gelände, denn auf der Straße ist er mit gut 14 Litern Diesel auf 100 Kilometer zwar nicht sparsam, aber noch im normalen Rahmen unterwegs.

Belastbare Serien-Motoren

Abgesehen vom Kälteschutz ändert Arctic Trucks am Motor kaum etwas. Lediglich ein Chip-Tuning wird für den 165 PS starken Drei-Liter-Toyota-Diesel angeboten, wodurch die Leistung auf rund 200 Pferdestärken anwächst. Wichtiger sind im Gelände ohnehin die 410 Newtonmeter Drehmoment, die in der Regel von einem automatischen Fünf-Gang-Getriebe mit Untersetzung und Kriechgang verwaltet werden. Außerdem verbauen die Isländer hunderprozentige Differentialsperren an Vorder- und Hinterachse, die ein extra Kompressor per Tastendruck aktiviert.
Noch bevor der umgerüstete Land Cruiser zeigen darf, was er kann, muss sich der Fahrer beweisen. Denn der Einstieg in den AT44 ist gar nicht so einfach. Je nach Reifendruck hat der Offroader bis zu 48 Zentimeter Bodenfreiheit, die Überwunden werden müssen. Und da wir unsere Ausfahrt auf geteerten Straßen beginnen, sind die Pneus ordentlich aufgepumpt, damit der Land Cruiser nicht noch mehr schaukelt, als er ohnehin schon tut.

Onroad gut, Offroad perfekt

So fährt sich der AT44 onroad zwar ausreichend gut, aber trotzdem ungewohnt. Und das Lenken ist mit 44 Zoll großen Rädern auch kein Vergnügen. Die meisten Isländer, die ihren Arctric Truck nur kaufen, um damit in den hellen Sommernächten die Laugavegur, Reykjavíks Hauptstraße, entlang zu cruisen greifen deshalb zu den etwas kleineren 38-, 35- oder 33-Inch-Reifen. Und die schinden immer noch Eindruck.



Nach kurzer Fahrt verlassen wird den Asphalt und biegen ab in ein steinige Geröllwüste. Jetzt ist die Zeit gekommen, die Luft aus den Rädern zu lassen – das sorgt, wie erwähnt, für besseres Fahrverhalten im Gelände, da die Auflagefläche größer wird und macht den Land Cruiser komfortabler, weil die Reifen mehr abfedern. Wer es zum ersten mal macht, sollte einen Druckmesser verwenden. Unser Guide Aron Reynisson von Arctic Trucks drückt aber nur einmal mit dem Knie gegen den Pneu und weiß, wann der Reifendruck bei etwa nur noch einem halben Bar ist und er das große Ventil wieder zu drehen muss.

Ohne Weg zum Ziel



Deutlich bequemer geht es nun ab ins Gelände. „Einfach da hoch fahren,“ lautet Arons Anweisung. „Aber da ist doch kein Weg,“ gebe ich zu bedenken, was dem erfahrenen Isländer ein schelmenhaftes Grinsen aufs Gesicht zaubert. „Weg? Wozu?“. Recht hat er, denn: Der AT44 braucht keinen vorgegebenen Weg, er sucht ihn sich einfach selbst. Und selbst mit reduziertem Luftdruck stehen mindestens 30 Zentimeter Bodenfreiheit parat, die den Land Cruiser über die meisten Steine und Felsen einfach hinweg rollen lassen.



Mit spielender Leichtigkeit klettert der Toyota im Kriechgang mit Standgas über Felsen. Ohne Probleme fährt der Land Cruiser bergauf im tiefen Matsch an und erklimmt steile Hänge. Und dabei wirkt der Offroader auch noch vollkommen unangestrengt, ja fast unterfordert. Selbst Wasser kann den Arctic Truck nicht aufhalten. Wie ich selbst ausprobieren durfte, als wir am Ufer eines Sees standen und Aron meinte, ich solle einfach mit Vollgas durchfahren. Eine genaue Wattiefe gibt Arctic Truck übrigens nicht an. Doch Aron erzählt stolz, dass durchaus auch mal für kurze Zeit die ganze Motorhaube unter Wasser sein darf. Das entspricht in etwa einer Tiefe von eineinhalb Metern.

Lufttankstelle an Bord



Zurück auf der Straße wabert und schwankt der AT44 ob des niedrigen Luftdrucks gehörig. Da es im isländischen Hochland aber nur selten Tankstellen gibt, wo man auch Luft bekäme, hat der Land Cruiser einen zweiten zusätzlichen Kompressor an Bord und versorgt sich selbst. Vorne, hinter dem Kuhfänger wird der Schlauch angeschlossen und nacheinander wieder alle vier Räder aufgepumpt. Freilich wieder nach Gefühl.
Lust auf Abenteuer?

Wer das Offroad-Erlebnis selbst einmal erfahren möchte, ohne gleich den Kaufvertrag zu unterschreiben, kann sich bei Arctic Trucks in Reykjavík ein Fahrzeug leihen. Außerdem bietet das Unternehmen geführte Tagestouren in der Umgebung von Reykjavík sowie mehrtägige Expeditionen zu den Gletschern und Vulkanen im Süden Islands. Infos dazu gibt es unter www.arctictrucks-experience.com.
Wer schließlich doch das Scheckheft zückt, sollte sich zuvor in seinem Heimatland über die genauen Zulassungsbestimmungen informieren, ob er zuhause mit seinem neuen Auto überhaupt fahren darf. In Deutschland erfordern die großen Räder in jedem Fall eine Abnahme durch den TÜV.


Auf der Fahrt zurück zur Werkstatt plaudert Aron noch ein wenig aus dem Nähkästchen. Vor der Wirtschaftskrise, die Island stark getroffen hat, hat Arctic Trucks jährlich rund 180 Fahrzeuge umgebaut. Jetzt sind es noch 90. Doch die Tendenz zeigt wieder nach oben und vor allem die Privatkunden, die rund 60 Prozent der Aufträge erteilen, kommen wieder zurück in den Showroom.
Ein Schnäppchen ist so ein Umbau allerdings nicht. Ungefähr 90.000 Euro kostet der Toyota Land Cruiser AT44 und damit rund 30.000 Euro mehr, als ein „normaler“. Sonderausstattung, wie ein Überrollkäfig oder eine Winde, kosten extra. Und so landet ein für eine Antarkis-Expedition hergerichtetes Fahrzeug bei etwa 120.000 Euro.

Nicht aufzuhalten

Doch nicht nur im ewigen Eis sind die Fähigkeiten der Arctic Trucks gefragt. So verkauft etwa die Filiale in Dubai zwar die meisten Fahrzeuge aus Image- und weniger aus Bedarfs-Gründen, doch sind zum Beispiel auch umgebaute Toyotas für militärische Zwecke in Afghanistan im Einsatz. Und die Isländer führen momentan mit dem norwegischen und schwedischen Militär Gespräche, die in den nächsten fünf Jahren bis zu 5.000 Fahrzeuge in Auftrag geben wollen. Einen Arctic Truck hält eben nichts auf – selbst eine Wirtschaftskrise nicht.
Quelle

Gruss Ruedi
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