Touareg V
23.05.2007, 14:48
Navigationssysteme: Quer fällt rein
Viele Hersteller bieten für ihre Geländewagen teure Navigationssyteme an. Doch was bringen diese Geräte abseits der Straße? Welche Lotsen eignen sich zur Offroad-Führung? Ein Ratgeber.
Auf der Straße machen sie eine gute Figur. Doch abseits befestigter Pfade ist oft Schluss mit dem guten Eindruck. Vor allem Geländewagenfahrer bekommen das zu spüren. Die Rede ist von integrierten Navigationsgeräten. Sie können inzwischen viel, aber längst noch nicht alles.
Einige SUV werden nachgerüstet
Denn jenseits feindigitalisierter Straßen stellt sich ein Großteil der Lotsen stumm. Gerade die Festeinbaugeräte der Autohersteller eignen sich nur bedingt zur Zielführung im Gelände. Eigentlich unverständlich, wo doch die Branche bereits so viele Offroader anbietet. Das hat sich mittlerweile auch unter den Marken herumgesprochen. Einige rüsten nun ihre SUV mit Geräten aus, die zumindest einen Teil der Offroad-Navigation erfüllen.
Nützliche Funktionen bietet etwa das DVD-Navigationssystem im Range Rover Sport. Ziele können zum Beispiel nicht nur per Fadenkreuz auf dem Bildschirm lokalisiert werden, sondern es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, den Lotsen mit so genannten Wegpunkten auf Basis von Koordinaten zu füttern. Damit findet sich der Fahrer auch im Gelände zurecht.
Die gleichen Funktionen bietet auch das System RNS 2 im VW Touareg. Auch hier lassen sich Ziele im Gelände per Fadenkreuz bestimmen, zum anderen ist ebenfalls die Eingabe von bis zu 50 Koordinaten möglich. Darüber hinaus stellt das Gerät noch einen elektronischen Kompass zur Verfügung, der nicht nur die Himmelsrichtung anzeigt, sondern ebenso über die Höhenmeter und den Lenkeinschlag informiert.
Comand-System mit Offroad-Funktionen
Auch Mercedes will die Kunden der M-Klasseim Gelände nicht im Stich lassen. Das Comand-System verfügt deshalb über Offroad-Funktionen. Allerdings fallen sie nicht sehr umfangreich aus. Im Gelände sind Ziele lediglich über ein Fadenkreuz zu lokalisieren. Die Eingabe von Koordinaten ist nicht vorgesehen. Immerhin bietet der Navigator noch einen Kompass, der ähnlich wie bei VW Himmelsrichtung, Lenkeinschlag und Höhe anzeigt.
Große Expeditionen sollte man mit den Lotsen der Hersteller aber nicht planen. Die Geräte in den Geländewagen sind hauptsächlich für den Straßeneinsatz konzipiert, was sich schon am Kartenmaterial erkennen lässt. Topografische Darstellungen, die eine große Hilfe für Offroad-Touren sind, gibt es nicht. Obendrein kommen die Lotsen sehr teuer.
Günstige Geräte schon ab 200 Euro
Für das System im Range Rover muss der Kunde rund 2.800 Euro zahlen, mit 2.600 beziehungsweise 2.400 Euro fallen die Geräte in der Mecerdes M-Klasse sowie im VW Touareg nicht wesentlich günstiger aus. Leistungsfähige Navigatoren für den Einsatz im Gelände bietet auch der freie Handel, und das zu vertretbaren Kosten. Schon ab 200 Euro sind Geräte erhältlich, mit denen sich Autofahrer im Grünen zurechtfinden.
Mit den günstigen Vertretern ist allerdings nur die Koordinate zu bestimmen, an der man sich gerade befindet, und die Richtung, in der das Ziel liegt. Mit den Ansprüchen steigt auch der Preis der meist handflächengroßen Lotsen.
Wer Modelle mit routingfähigen Basiskarten wünscht, die Autobahnen, Hauptverkehrsstraßen oder Gewässer anzeigen, muss mit Kosten ab 350 Euro rechnen. Damit nicht genug: Autofahrer, die rund 600 Euro investieren, erhalten Navigatoren, die neben der Basiskarte noch über Farbdisplays, einen elektronischen Kompass und Höhenmesser verfügen. Diese Lotsen liefern fast die gleiche Arbeit ab wie die Festeinbaugeräte der Hersteller - und das deutlich günstiger. Außerdem haben sie einen weiteren Vorteil: Viele dieser GPS-Einheiten sind mit Wechselspeicher ausgestattet, somit kann das Kartenmaterial problemlos erweitert werden. Auch spezielle Geländekarten lassen sich auf diese Weise in die Navigatoren einspeisen.
Weitere Alternativen
Es gibt aber noch andere Wege, um an einen geländegängigen Lotsen zu kommen. Für Besitzer von Taschen-Computern mit GPS-Empfängern bietet etwa die Firma Fugawi eine Lösung an. Sie macht mit einer Software für 150 Euro den Pocket-PC zu einem Offroad-Navigationssystem.
Auch für die portablen Straßennavigatoren gibt es Möglichkeiten. Bei Garmin zum Beispiel können einige Geräte auch topografische Karten verarbeiten. Einen Schritt weiter geht Magellan und bietet in Kürze einen Lotsen an, der mit Straßen- sowie Geländekarten gefüttert ist. "CrossoverGPS" soll das Gerät heißen und noch im März für rund 400 Euro in den Handel gehen. Der Lotse ist eine gute Alternative zu den Festeinbaugeräten der Hersteller. Denn zum einen sparen die Autofahrer rund 2.000 Euro, zum anderen bietet das System mit seiner topografischen sowie Straßen-Karte mehr Nutzen.
Quelle (http://www.auto-motor-und-sport.de/magazin/service/rat_-_recht/hxcms_article_503934_14206.hbs )
Bilder (http://www.auto-motor-und-sport.de/fotos/foto-shows/magazin/mpsfshw_show_501494_14093.hbs? ext_index=0&ext_show_id=mpsfshw::show::501 494&backtrack=%2Fmagazin%2Fservice %2Frat_-_recht%2Fhxcms_article_503934_ 14206.hbs&)
Gruss Ruedi
Viele Hersteller bieten für ihre Geländewagen teure Navigationssyteme an. Doch was bringen diese Geräte abseits der Straße? Welche Lotsen eignen sich zur Offroad-Führung? Ein Ratgeber.
Auf der Straße machen sie eine gute Figur. Doch abseits befestigter Pfade ist oft Schluss mit dem guten Eindruck. Vor allem Geländewagenfahrer bekommen das zu spüren. Die Rede ist von integrierten Navigationsgeräten. Sie können inzwischen viel, aber längst noch nicht alles.
Einige SUV werden nachgerüstet
Denn jenseits feindigitalisierter Straßen stellt sich ein Großteil der Lotsen stumm. Gerade die Festeinbaugeräte der Autohersteller eignen sich nur bedingt zur Zielführung im Gelände. Eigentlich unverständlich, wo doch die Branche bereits so viele Offroader anbietet. Das hat sich mittlerweile auch unter den Marken herumgesprochen. Einige rüsten nun ihre SUV mit Geräten aus, die zumindest einen Teil der Offroad-Navigation erfüllen.
Nützliche Funktionen bietet etwa das DVD-Navigationssystem im Range Rover Sport. Ziele können zum Beispiel nicht nur per Fadenkreuz auf dem Bildschirm lokalisiert werden, sondern es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, den Lotsen mit so genannten Wegpunkten auf Basis von Koordinaten zu füttern. Damit findet sich der Fahrer auch im Gelände zurecht.
Die gleichen Funktionen bietet auch das System RNS 2 im VW Touareg. Auch hier lassen sich Ziele im Gelände per Fadenkreuz bestimmen, zum anderen ist ebenfalls die Eingabe von bis zu 50 Koordinaten möglich. Darüber hinaus stellt das Gerät noch einen elektronischen Kompass zur Verfügung, der nicht nur die Himmelsrichtung anzeigt, sondern ebenso über die Höhenmeter und den Lenkeinschlag informiert.
Comand-System mit Offroad-Funktionen
Auch Mercedes will die Kunden der M-Klasseim Gelände nicht im Stich lassen. Das Comand-System verfügt deshalb über Offroad-Funktionen. Allerdings fallen sie nicht sehr umfangreich aus. Im Gelände sind Ziele lediglich über ein Fadenkreuz zu lokalisieren. Die Eingabe von Koordinaten ist nicht vorgesehen. Immerhin bietet der Navigator noch einen Kompass, der ähnlich wie bei VW Himmelsrichtung, Lenkeinschlag und Höhe anzeigt.
Große Expeditionen sollte man mit den Lotsen der Hersteller aber nicht planen. Die Geräte in den Geländewagen sind hauptsächlich für den Straßeneinsatz konzipiert, was sich schon am Kartenmaterial erkennen lässt. Topografische Darstellungen, die eine große Hilfe für Offroad-Touren sind, gibt es nicht. Obendrein kommen die Lotsen sehr teuer.
Günstige Geräte schon ab 200 Euro
Für das System im Range Rover muss der Kunde rund 2.800 Euro zahlen, mit 2.600 beziehungsweise 2.400 Euro fallen die Geräte in der Mecerdes M-Klasse sowie im VW Touareg nicht wesentlich günstiger aus. Leistungsfähige Navigatoren für den Einsatz im Gelände bietet auch der freie Handel, und das zu vertretbaren Kosten. Schon ab 200 Euro sind Geräte erhältlich, mit denen sich Autofahrer im Grünen zurechtfinden.
Mit den günstigen Vertretern ist allerdings nur die Koordinate zu bestimmen, an der man sich gerade befindet, und die Richtung, in der das Ziel liegt. Mit den Ansprüchen steigt auch der Preis der meist handflächengroßen Lotsen.
Wer Modelle mit routingfähigen Basiskarten wünscht, die Autobahnen, Hauptverkehrsstraßen oder Gewässer anzeigen, muss mit Kosten ab 350 Euro rechnen. Damit nicht genug: Autofahrer, die rund 600 Euro investieren, erhalten Navigatoren, die neben der Basiskarte noch über Farbdisplays, einen elektronischen Kompass und Höhenmesser verfügen. Diese Lotsen liefern fast die gleiche Arbeit ab wie die Festeinbaugeräte der Hersteller - und das deutlich günstiger. Außerdem haben sie einen weiteren Vorteil: Viele dieser GPS-Einheiten sind mit Wechselspeicher ausgestattet, somit kann das Kartenmaterial problemlos erweitert werden. Auch spezielle Geländekarten lassen sich auf diese Weise in die Navigatoren einspeisen.
Weitere Alternativen
Es gibt aber noch andere Wege, um an einen geländegängigen Lotsen zu kommen. Für Besitzer von Taschen-Computern mit GPS-Empfängern bietet etwa die Firma Fugawi eine Lösung an. Sie macht mit einer Software für 150 Euro den Pocket-PC zu einem Offroad-Navigationssystem.
Auch für die portablen Straßennavigatoren gibt es Möglichkeiten. Bei Garmin zum Beispiel können einige Geräte auch topografische Karten verarbeiten. Einen Schritt weiter geht Magellan und bietet in Kürze einen Lotsen an, der mit Straßen- sowie Geländekarten gefüttert ist. "CrossoverGPS" soll das Gerät heißen und noch im März für rund 400 Euro in den Handel gehen. Der Lotse ist eine gute Alternative zu den Festeinbaugeräten der Hersteller. Denn zum einen sparen die Autofahrer rund 2.000 Euro, zum anderen bietet das System mit seiner topografischen sowie Straßen-Karte mehr Nutzen.
Quelle (http://www.auto-motor-und-sport.de/magazin/service/rat_-_recht/hxcms_article_503934_14206.hbs )
Bilder (http://www.auto-motor-und-sport.de/fotos/foto-shows/magazin/mpsfshw_show_501494_14093.hbs? ext_index=0&ext_show_id=mpsfshw::show::501 494&backtrack=%2Fmagazin%2Fservice %2Frat_-_recht%2Fhxcms_article_503934_ 14206.hbs&)
Gruss Ruedi