Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bragança
Bragança
Bragança liegt ganz im Norwosten von Portugal kurz vor der spanischen Grenze.
Es gibt ein mittalalterliches Kastell mit einem wirklich niedlichen Dorf innerhalb der aesseren Burgmauern. auch die Stadt selbst hat einen angenehmen Charm, obwohl viel 80er Jahre Bauwerk das Stadtbild bestimmt. Ihr werdet es an den Fotos dann schon sehen.
Heute waren wir auch noch Richtung Nordgrenze unterwegs. Annelies hatte eine kleine Strasse herausgesucht, aber sie hatte dann die Karte nicht so ganz richtig gelesen und wir kamen dann immer mehr ins offroad und es wurde immer schoener. Nur um die Strassenreifen hab ich Angsthase gebibbert auf den wuesten Wegen aus Schiefergestein. Aber es ging sehr gut, der Touareg schlaegt sich da wirklich prima. Und dann standen wir mitten in den Bergen und in der Pampa auf der portugiesisch-spanischen Grenze. Auf jeden Fall gibt es eine Menge Fotos.
Morgen geht es dann ein Stueck Richtung Heimat, heisst Richtung Sueden bis nach Guarda, der am hoechsten gelegenen Stadt Portugals. Stadt heisst hier meistens, dass es nicht viel mehr ist als ein grosses Dorf in Deutschland.
Nun werde ich hier noch etwas lesen, die Stunde fuer 5€ :) .
Nun hab ich bei der Durchsicht 104 Fotos ausgesucht. :eek: Da muss ich wohl noch welche aussortieren. :(
Bragança
Kurz entschlossen, da das Wetter sehr passend war, haben wir uns auf den Weg nach Bragança gemacht. Die Stadt liegt ganz im Nordosten von Portugal kurz vor der spanischen Grenze.
Was uns erwartet, wussten wir nicht, da wir den Norden von Portugal noch nie bereist hatten. Gerechnet haben wir mit einer wilden, armen und zurückgebliebenen Region; aber Irrtum.
Bragança hat ca. 20.000 Einwohner und besteht zum größten Teil aus Hochhäusern, die schon etwas älter und entsprechend unansehnlich sind.
Aufgrund der strategisch bedeutsamen Lage war die stadt von 1640 bis 1910 Stammsitz des portugiesischen Königshauses.
Gewohnt haben wir in einer über der Stadt gelegenen Pousada mit einem tollen Ausblick. Da wir einen sehr guten Sonderpreis bekommen haben, haben wir uns für die Pousada entschieden. Nur die blöde "Dagmar" wusste mal wieder nicht, wo das Hotel liegt. "Sie haben Ihr Ziel erreicht" Da standen aber nur ein paar Wohnhäuser.
Die Pousadas sind staatlich geführte Hotels. Oft sind es historische Bauten, die sehr schön restauriert wurden oder Häuser in einer besonders schönen Lage. Sie sind in der Regel recht teuer und haben meist eine ebenso teure aber excelente Küche. Naja, mit dem Sonderpreis war das als Gebutrstagshotel schon sehr schön.
von unserem Zimmer hatten wir einen tollen Ausblick auf die alte Burg.
Bragança - Die Burg
Der Tag diente im Wesentlichen einer Besichigung der Stadt und dem kleinen Dorf innerhalb der Burgmauern.
Es handelt sich um eine mittelalterliche Burg, die so gut befestigt war, dass sie wohl niemals eingenommen worden ist. Entsprechend gut war auch der Zustand. Auf den Torre de Menagem konnten wir leider nicht, weil montags alles geschlossen ist.
Das Burgdorf
in diesen gemütlichen, beschaulichen und irgendwie liebevollen Ort hab ich mich gleich verliebt. Daher gibt es nun auch so viele Bilder davon.
Die Häuser sind teilweise sehr alt, aber sicherlich nicht aus dem Mittelalter. Es gibt aber auch viele neue oder restaurierte Häuser.
Die wenigen Menschen, die dort leben, machen einen sehr freundlichen Eindruck, wie halt die meisten Portugiesen.
Das Burgdorf
Es ist in dem Dörfchen natürlich alles sehr eng, in den Gässchen stehen Blumentöpfe, es gibt kleine niedliche Gärten. Da man auf der Burgmauer um fast das ganze Dorf herumlaufen kann, hat man von allen Seiten einen herrlichen Überblick über die Häuser und Dächer.
Und kaufen kann man dort natürlich auch etwas. :juchu:
Bragança - Die Stadt
Wirklich schön ist der alte Stadtteil entlang des kleinen Flusses. An dem Ufer wurde ein moderner Weg mit Brücken und Plätze mit Springbrunnen angelegt. Entlang des Ufers stehen als Kontrast sehr alte Häuser, denen man ihr Alter auch wirklich ansieht.
Noch ein paar Bilder aus der Altstadt.
Baustil
Typisch für Bragança sind die hölzernen Vorbauten an den Häusern. Die sehen teilweise aber recht abenteuerlich aus.
Und es ist dort im Norden eine Gegend für schöne Rosen.
Pause
Später geht es weiter. :D
Die Landschaft - Parque Natural de Montezinho
Nach der Stadtbesichtung waren die Beine schwer und wir wollten auf einer kleinen Straße Richtung Norden zur spanischen Grenze fahren, um ein wenig die Berglandschaft anzusehen.
Aber zwischen Karte und Straßenverlauf gab es dann einen kleinen Unterschied bzw. der Vorfahrtverlauf entsprach nicht dem auf der Karte.
So wurde die straße immer kliener und immer schlechter, bis es schließlich nur noch eine Schotterpiste in den Bergen war.
Aber die Richtung stimmte und es war eine interessante Landschaft.
Parque Natural de Montezinho
Im Gegensatz zu Zentralportugal wurde hier das Bild nicht mehr von endlosen Eukalyptusplantagen geprägt, sondern von Wildwuchs, hier und dort Pinien, sehr viele Zistrosen - wie bei uns im Süden und viel Heide und Ginster.
Parque Natural de Montezinho - Offroad
Ganz unbeabsichtigt, wie gesagt, kamen wir in ein kleines Offroadabenteuer. Und das mit den Straßenreifen. Wege wurden immer enger, der Untergrund bestand aus Gestein und Schiefer, der Weg war teilweise von Ästen verengt. Es hat dort auch vor ein paar Jahren gebrannt und die verkohlten Äste ragten in die Fahrspuhr. Viel Verkehr scheint es dort nicht zu geben.
Ich denke mal, wären wir mit 50 Edel-SUVs losgefahren, wären auf der Strecke nach und nach immer mehr zurückgeblieben: "Nein, diesen Weg fahr ich nicht!" und zu Schluss vielleicht noch 3-4 übriggeblieben.
Parque Natural de Montezinho - Offroad
Und immer weiter ging es Richtung Grenze. An Umdrehen war an den meisten Stellen ohnehin nicht zu denken, denn der Weg war schmal und verlief am Hang.
Parque Natural de Montezinho - die Grenze
Dank Navi wussten wir, dass der Querweg vor uns der Verlauf der portugiesisch-spanischen Grenze war. Und es fanden sich dann auch ein paar Grenzsteine.
Annelies wollte gern diesen Grenzweg bis zur nächsten Straße entlang fahren, aber da hab ich mich dann doch geweigert, denn der war noch schlimmer. Aber mit den neuen Reifen wird es kein halten mehr geben.
Der gerade "Weg" auf dem Hochkant-Foto ist der Grenzweg.
Das kleine Steinhaus stand auf der spanischen Seite, mit Kamin, Schreibtisch und einem Stuhl.
Bragança - Nachtrag
Neben der Burgkirche gab es ein offenes Gebäude, dass als Versammlungsraum diente, zum Palavern. An den Wänden lief eine Sitzbank aus Stein entlang. Dieser Domus stammt noch aus der Römerzeit.
Die Weiterfahrt
Am dritten Tag ging es dann wieder Richtung Süden nach Guarda. wir sind die Strecke überwiegend auf Nebenstraßen gefahren, so dass wir viel von der Landschaft sehen konnten. Was für mich an dem Tag eher eine Quälerei war mit dem Schwindel, den mir meine Halswirbelsäule zur Zeit bereitet.
Die Landschaft hat viel mehr grüne Bäume als der Süden und auch viele Laubbäume, wie z. B. Eichen. Die Ginsterblüte war auch noch nicht so weit, wie hier im Süden, wo der Ginster schon seit Wochen ausgeblüht hat.
Im Norden ist es im Winter viel kälter und er dauert auch länger an. Selbst im Hochsommer kann es dort auch noch heftig regnen, wie es ja z. B. bei der Fußball EM zu sehen war.
Die Weiterfahrt
Der Weg führte uns auch durch die Dourogegend, eines der größten Weinanbaugebiete Portugals. Wir haben aber weder vom Douro noch vom Wein Fotos gemacht, weil wenig eindrucksvoll. Dort ist es sicherlich im Herbst schöner, wenn der Wein sich verfärbt.
Auf dem Foto, wo der T vor den Felsen steht, ist es hoch oben über dem Dourotal.
Auf dem Weg nach Guarda hatten wir in einem kleinen Ort zu Mittag gegessen. Es standen viele portugiesische Autos draußen, das ist immer schon ein gutes Zeichen. Es gab dann nur ein Gericht, ein riesiges Stück Rindersteak (geschätzte 700g), wahnsinnig schmackhaft, mit einer sehr fetten aber auch sehr leckeren Bratensoße, herrliche Kartoffeln. Vorweg Brot und Oliven. Einen ganzen Liter Rotwein, anderen Wein und andere Menge gab es nicht, wenn wir mehr gewollt hätten, wäre nachgefüllt worden. Obwahl ein sehr einfacher und preiswerter Wein, schmeckte er sehr gut, besonders zu dem Fleisch. Danach gab es noch einen Kaffee und das alles für 10€ pro Person. Dazu eine wirklich herzliche Bedienung durch den Besitzer. :juchu:
Ohne Foto, denn das wäre dann doch zu gemein. :D
charly-sl-300
08.06.2007, 18:37
Hallo Holger
Einfach nur Spitze, wenn man denn die Zeit dafür hätte.
Macht weiter so dann können wir wenigstens mit erleben
in was für eine tolle Gegend wohnt.
Gruß
Karl
Immer wieder klasse. Vielleicht sollten wir uns naechstes Jahr doch mal
Portugal anschauen und Holger besuchen :)
Es gibt wirklich soviele tolle Dinge zu sehen und erleben.
Vielleicht sollten wir Ruedi auch mal auf die Reise schicken. Ein paar
Eindruecke aus Spanien waeren auch mal schoen ;)
smokeybaer
11.06.2007, 12:38
Immer wieder klasse. Vielleicht sollten wir uns naechstes Jahr doch mal
Portugal anschauen und Holger besuchen :)
Es gibt wirklich soviele tolle Dinge zu sehen und erleben.
Vielleicht sollten wir Ruedi auch mal auf die Reise schicken. Ein paar
Eindruecke aus Spanien waeren auch mal schoen ;)
Ist denn der Ruedi nicht schon auf Reisen momentan ;) :juchu:
Ist denn der Ruedi nicht schon auf Reisen momentan ;) :juchu:
Ja, aber in der anderen Richtung.
Vielleicht fährt Ruede im Winterhalbjahr mal mit mir in Spanien auf Erkundungstour. :)
TouaregFan
11.06.2007, 16:42
Holger das sind Wahnsinnig tolle Bilder und ein toller Bericht :juchu: :klatsch_2
Liebe Grüsse
Stefan
Holger, mein Freund :SM065:,
Du willst uns ja doch nur wieder runterlocken zu Dir ;) !
.....und es scheint ja auch zu klappen:
.......Immer wieder klasse. Vielleicht sollten wir uns naechstes Jahr doch mal Portugal anschauen und Holger besuchen....
@ - Alex - das würde ich auf alle Fälle ganz fest ins Auge fassen! Nach unserem Besuch bei Annelies und Holger im März steht es für uns fest, dass wir das im nächsten Frühjahr wiederholen wollen.
Viele Grüsse und danke für den phantastischen Bericht! :klatsch_2
Jo
Ab Herbst können wir ja mal mit einer Terminplanung beginnen. :)
Vielleicht kann man ja ein bisschen zusammen planen. Mal sehen :)