Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grand Erg 2008: Viele Neuerungen für 2008 - Überrollkäfig Pflicht
Touareg V
15.11.2007, 14:58
Grand Erg 2008: Viele Neuerungen für 2008 - Überrollkäfig Pflicht
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Mit 910 Kilometern in Wertung und der "All-inklusivsten Rally die es je gab" wollen die deutschen Veranstalter der Marathonrally Grand Erg im kommenden Jahr glänzen. Die von Teilnehmern und Presse als "sehr gut organisiert" titulierte Tunesienrally startet am 1. Mai in Marseille (Frankreich) und endet am 10. Mai in Genua (Italien).
Details über die neue Rallyroute wurden detailliert noch nicht bekannt gegeben, aus der Vortour ergibt sich in etwa folgender Rallyverlauf, gespickt mit ca. 22 CPs, 30 ZKs und ausgewiesen in 960 Roadbook-Bildern:
1) Tunis - Gafsa
2) Gafsa - Nefta - Douz
3) Douz - Ksar Ghilane
4) Ksar Ghilane - El Borma
5) El Borma - El Borma Wüstencamp
6) El Borma Wüstencamp - Tataouine
7) Tataouine - Nabeul
8) Nabeul - Tunis
Das für die deutsche Wüstenrally-Szene eher traurige Jahr 2007 (Ausfall der Libya Desert Challenge und El Chott, Probleme bei der Tuareg Rally, unglückliches Reglement bei der Erg Oriental) hat auch die Veranstalter der Grand Erg motiviert, die Rally noch professioneller als bisher auszuschreiben. Dazu gehört auch eine besondere Vorschrift: Ab 2008 sind für alle Fahrzeuge Überrollkäfige zwingend vorgeschrieben.
"Das Thema kann man nicht länger ignorieren" meint Veranstalter Jörg Russler. 2006 überschlug sich ein Orga-Truck, in diesem Jahr rollte Russler selbst seinen Land Rover auf der Vortour, "beides wäre ohne Käfig eher unschön ausgegangen. Beide Unfälle sind nicht in Wertungsfahrer-Hektik passiert, sondern in reativ geordnetem Fahren auf der Orga-Strecke - soll heissen, es kann Jedem in jeder Situation passieren. Ein Käfig muss kein Vermögen kosten und múss auch den Innenraum eines Fahrzeuges nicht total verschandeln" so Russler weiter, "wir helfen bei Fragen gerne weiter."
Auch beim Thema Versicherungen will man bei der Grand Erg (wie auch bei der neuen Libya Rally Raid im März) nichts mehr dem Zufall überlassen. Ein Reisesicherungsschein, der z.B. im Falle eines Konkurses des Veranstalters die Kosten absichert ist genauso im Startgeld enthalten wie eine Motorsport-Haftpflichtversicherung und eine Auslands-Krankenversicherung.
Im Reglement haben die Veranstalter vor allem den Strafenkatalog verbessert - "zur Förderung des Spassfaktors und um die Wertung ein weiteres Stück transparenter zu machen" so Veranstalter Russler. "Allerdings gilt wie jedes jahr die Parole: Das Reglement steht, Verhandlungsspielraum während der Veranstaltung besteht nicht." Zur Verbesserung der Sicherheit will man im kommenden Jahr auch mehrere Radar-Pistolen einsetzen, um teilweise vorgeschriebene Speedlimits besser zu überwachen.
Neu ist auch eine "Challenge-Klasse" für Rally-Einsteiger: "All diejenigen, die schon immer mal wissen wollten, wie so eine Rally abläuft, aber sich noch nicht sicher sind, ob das wirklich ihr zukünftiges Freizeitvergnügen wird, können in der Challenge-Klasse fahren" so Russler. Diese Fahrzeuge fahren zwar auch auf Rallystrecken, starten jedoch nach dem letzten Wertungsfahrer, werden nicht nach Zeit sondern nur nach vorhandenen CP-Stempeln gewertet. Eine Überrollkäfig-Pflicht besteht für diese Fahrzeuge nicht.
"Wir bieten Teilnehmern im kommenden Jahr zudem noch eine breitere Palette an Extras an" so Jörg Russler, "angefangen von Einzelzimmer-Wünschen, Angebote für eine verfrühte Anreise bis hin zu kompletten Fahrzeugüberführungen."
Quelle (http://www.marathonrally.com/news/grand_erg_2008_viele_neuerunge n_fuer_2008_berrollkaefig_pfli cht.8335.0.html#9024)
Gruss Ruedi
Maulwurf ist schon da, :juchu:
wünsche ihm viel Erfolg! :anbet:
Gruß
andreas
Hab die Fotos von seinem Defender im Offroad-Forum gesehen - schaut echt klasse aus
http://www.offroad-forum.de/viewtopic.php?t=20474&postdays=0&postorder=asc&start=109
http://up.picr.de/959502.jpg
:juchu:
Touareg V
07.05.2008, 15:54
Grand Erg 2008: Deutsche Wüstenrally in Tunesien - die ersten Etappenhttp://www.marathonrally.com/spacer.gif
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Am 1. Mai haben sie nach Tunesien übergesetzt - seit dem 2. Mai ist sie offiziell gestartet: Die Marathonrally "Grand Erg" 2008 in Tunesien. Nach der Reisewarnung für Österreicher für den Süden Tunesiens wurde die Strecke mit Rücksicht auf die österreichischen Teilnehmer ein wenig abgeändert - was der Stimmung und der Herausforderung keinen Abbruch tut. Lesen Sie hier den Rückblick auf die bisherigen Etappen - aus der Wüste berichtet Reporter Peter Stenz.
1. Etappe Tunis - Tataouine, 100 Prozent Asphalt, 02. Mai 2008
510 Kilometer - und alles auf Asphalt. Die weite Anfahrt in den Süden hat Tradition. Seit 2006 umgeht die Grand Erg den dichtbesiedelten Norden Tunesiens - kein Prolog, keine "Alibi-Etappen" rund um Städte und Dörfer. Die lange Anreise geht dabei als Gleichmässigkeits-Prüfung in die Wertung ein. Klar ist "Teer-Kilometer-Fressen" zunächst mühsam - besonders dann, wenn die Gastgeber das letzte Dämmerlicht ausnutzen, bevor sie ihre selten benutzten Scheinwerfer am Gefährt einschalten. Als Lohn winken aber umso mehr Etappen mit Wüste, Sand und Dünen. Und darum geht es doch schliesslich...
2. Etappe Tataouine - Douz, Piste und Sand, 03. Mai 2008
[ ... ] Bei technischen Ausfällen blieb es für Ulrich Jäger und Thorsten Herrmann. Ein defekter Wasserkühler warf den Pajero früh aus dem Rennen. "Es ist zum Verzweifeln, mir ist es nicht vergönnt, die erste Etappe zu fahren", erzählt Jäger, der jetzt das dritte Jahr in Folge frühzeitig Strafzeiten kassiert. Morgen will er wieder starten. Ein Motorschaden beendete die Rally für Erwin Müller mit Beifahrer Thomas Bauer frühzeitig.
Michael Münch: "Was, wir sind die ersten? Und wir sind die letzten 30 Kilometer wirklich mit gebremsten Schaum gefahren. Das hätt ich jetzt wirklich nicht gedacht. Untersteller haben wir weit vorne gesehen, die haben uns ein paarmal überholt. Das ist echt wie Hase und Igel. Wir sind ein bisschen waidwund geschlagen, das Stossdämpfer-Reservoir hat sich vorne in die Lenkung eingearbeitet. Jetzt fahren wir nur noch mit einem. Der Toyota ist halt kein Fahrzeug für schnelle Pisten, und wir hatten viele schnelle Pisten. Das kurze Stück mit den Dünen war aber auch sehr schwer - bei dem Licht waren alle Konturen weg!"
Lothar Delp: "Jetzt ist Taktik angesagt, das Auto muss halten. Aber das liegt natürlich auch am Fahrer, und der fährt absolut rund."
Ulrich Leardi: "Letztes Jahr hat sich die Rally am ersten Tag entschieden. Wir hatten zwar gehofft, dass wir so schnell sind, aber wir mussten ja als 10. starten. Erstaunlich: In Ksar Ghilane hat es noch geheissen, wir wären das 5. Auto, aber überholt haben wir eigentlich keinen mehr. Im Moment verteidigen wir den Titel noch, das werden wir auch den Rest der Woche tun.
Frank Henning: "Im Gegenteil, während wir noch überlegten, wo wir am besten Luft ablassen, steckten wir schon auf der Düne. Ausserdem hatten wir einen Platten, mussten zweimal pumpen und am Ende sogar Reifen wechseln."
Linus Steiner und Paolo Cavadini: "Auf den sandbedeckten Pisten waren wir mit 130 km/h unterwegs, in den Dünen mussten wir allerdings ein paar mal schaufeln. Wir haben heute dreimal die Trasse der FIA-Tunesien-Rally gekreuzt, einmal mussten wir auf so einer Kreuzung sogar wenden - das wir mir nicht sehr geheuer."
3. Etappe Douz - Zmela, Piste und Sand, 04. Mai 2008
Ein wenig Wirbel in die noch junge Rallywertung brachte die 109 Kilometer lange 3. Etappe. Nur wenige Teilnehmer finden die Kontrollstellen, noch nicht mal die Angekündigten. Gleich zwei verpasste Stempel relativieren den Vortages-Sieg von Henning/Leardi. Für alle Teilnehmer geht die Etappe zügig und ohne Aussenübernachtung über die Bühne. Den Abend im Camp wirbelt ein kurzer Sandsturm durcheinander. Lang genug, dass Essen und Live-Musik in den Unterstand ausweichen müssen. Was die Wüste sonst noch in petto hat? Steile, steile Dünenabhänge. Die kleine Dünenfahrschule in er Fahrerbesprechung klingt spannend: "Beim ersten Mal hat der Beifahrer garantiert die Hosen voll."
Franz Brenken und Andreas Quehl (108) gehen mit ihrem "aufgebohrten" Defender als erste durch die Lichtschanke der Ziel-ZK. Brenken: "Wir haben alle DKs, alles. Das hier hat Spass gemacht, nicht so viele fiese Sprünge wie gestern. Kilometerlang sowas wie dieses Gelände hier, da habe ich ordentlich Stoff gegeben. Eugen Eble (Hummer H1) haben wir auf einer Hochebene "gezupft", und auf einmal hatten wir sie alle! Das spielte sich innerhalb von einer Stunde ab, Schlag auf Schlag. Andere mussten wühlen, wir nicht. Wir können nur auf Dünenetappen punkten, weil gegen den schnellen Pajero oder andere mit langem Radstand kommen wir nicht an. Hoffentlich geht's weiter so."
Eugen Eble: "Das Auto haben wir mittlerweile sehr gut im Griff, wir könnten eigentlich immer GPS-Kurs fahren. Wenn alles hält an unserer amerikanischen Technik, läuft's im Sand richtig gut. An einer Gruppe mit sechs Leuten sind wir innerhalb von einer Minute vorbei - einfach ins Nachbar-Dünental gewechselt und ein ganzes Sixpack stehen lassen. Die nächsten zwei Tage machen wir so weiter, schaun wir dass wir uns ein Polster schaffen."
Birgit Zeuch: "Wir sind als achte gestartet. Nach 50 Kilometern hatten wir unsere 1. Führung. Die meiste Zeit in den Dünen sind wir zusammen mit Münch/Delp und Brenken/Quehl gefahren."
Gerald Jacoby: "Es war toll wie immer. Mir hat es sogar besser gefallen als gestern, da sind wir einmal voll in die Gurte rein, ich konnte mich kaum mehr bewegen. Heute ging es relativ zügig, ein bisschen Piste hätte uns vielleicht noch gefehlt. Alle waren wieder sehr kooperativ, besonders die Schweizer und Andreas Malzer. Mit ihm sind wir teilweise zusammen gefahren, der kann den Sand lesen, der legt eine super Spur."
Quelle (http://www.marathonrally.com/news/grand_erg_2008_deutsche_wueste nrally_in_tunesien_die_ersten_ etappen.9732.0.html#10394)
Gruss Ruedi
Touareg V
07.05.2008, 15:58
Grand Erg 2008: Marathonetappe mit einem Abenteuer für den Bergerhttp://www.marathonrally.com/spacer.gif
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Die vierte und fünfte Etappe der Grand Erg Tunesien-Rally führte die Teilnehmer in einer Marathonetappe von Zmela nach Tembaine und weiter nach Douz. "Alles läuft bisher gut" berichtet Veranstalter Jörg Russler am Telefon, "die Marathonetappe hat wieder einige Teilnehmer an ihre Grenzen gebracht, einige blieben über Nacht draussen."
In der Gesamtwertung führt nun das Mitsubishi-Duo Jakoby/Untersteller vor den Schweizern Henning/Leardi im Toyota Landcruiser, Kern/Viellechner im Land Rover Defender und Malzer/Mühlbach im Nissan Terrano. Hier die neuesten Berichte von Reporter Peter Stenz:
Ein Gewitter in der Nacht hat zwar festen Sand hinterlassen. Trotzdem - ausgerechnet der höchste, steilste Anstieg in den Dünen blieb trocken. Die Folge: Gleissendheller Sand ohne Konturen, schwierig zu meistern. Vor und nach der Schlüsselstelle: Mittlere Dünen und bis zu zwei Meter hohe Bodenwellen. Ein Grund zum Abheben für manch ein Team. Überflieger und Tagessieger sind die Schweizer Linus Steiner und Paolo Cavadini.
Gerald Jakoby und Axel Untersteller (109) haben ihre Führung in der Gesamtwertung gefestigt. Jakoby: "Jetzt müssen wir ein bisschen gemässigt fahren, dass wir nichts mehr kaputt machen. Kontrollierte Offensive für die nächsten zwei Tage! Wir haben's heute lieber nur normal angegangen." Sein Beifahrer Axel Untersteller ergänzt: "Ich will keinen Tagessieg mehr, das hat in den letzten Jahren nur Unglück gebracht."
Auch Frank Henning und Ulrich Leardi (203) sind Dauergäste im Führungstrio. Leardi: "Sie wie's aussieht sollten wir den 2. Platz gemacht haben. Wir hatten gleich nach dem Start einen Platten, und dass, obwohl wir gestern schon zwei Reifen geliefert haben."
Henning: "Habt ihr uns fliegen sehen? Das war schon eine wilde Hatz!"
Linus Steiner und Paolo Cavadin (207) setzen sich in der Spitzengruppe fest - trotz massiver Reifenprobleme. Steiner: "Uns hat auch ein Platten erwischt, genau 30 Kilometer vor dem Ziel. Wir haben in nur sechs Minuten ausgetauscht, nicht länger. Die nächsten sind, schätze ich, 15 Minuten hinter uns. Der Hummer zum Beispiel war gut unterwegs, ist aber falsch abgebogen. Mühsam war, nach den DKs immer wieder auf die Piste zu finden. Ist aber letztlich alles gut gegangen."
Ein Vorderachs-Defekt kickte im ersten Teil der Marathonetappe Eugen Ebles Hummer H1 aus dem Rennen. Die Geschichte einer aussergewöhnlichen Aufholjagd.
Das 3,5 Tonnen schwere "Monster" wird auf den Berge-MAN von Andreas Burgard verladen, der Beginn einer Odyssee im extremen Gelände. Der MAN KAT 6x6 fährt sich in den Dünen fest und droht samt Fracht wegzukippen. "Wir haben mit vier Mann vier Stunden den MAN freigebuddelt, dann den Hummer abgeladen und nochmal drei Stunden gegraben", berichtet Eugen Eble. Erst am nächsten Morgen konnter der Hummer schliesslich Richtung Camp geschleppt werden.
"Um 14 Uhr festgefahren, um 5 Uhr ging der Wecker und um 9 Uhr hat der Service im Camp das Differential gewechselt". Nur 1,5 Stunden später startet Eble in die 5. Etappe - nach Havarie und "Aussenübernachtung" nur eine halbe Stunde später als der letzte Teilnehmer. "Wir haben das halbe Feld aufgerollt", freut sich Eble nach 146 Kilometern über den Zielstempel im Kamelstadion von Douz.
Quelle (http://www.marathonrally.com/news/grand_erg_2008_marathonetappe_ mit_einem_abenteuer_fuer_den_b erger.9748.0.html#10409)
Gruss Ruedi
Touareg V
08.05.2008, 13:26
Grand Erg 2008: Jakoby/Untersteller führen Rally weiter anhttp://www.marathonrally.com/spacer.gif
http://www.marathonrally.com/news/clear.gifhttp://www.marathonrally.com/news/clear.gif
http://www.marathonrally.com/news/typo3temp/pics/3eb1358d79.jpg (http://www.marathonrally.com/news/index.php?eID=tx_cms_showpic&file=uploads%2Fpics%2F080508_g randerg1.jpg&width=800m&height=600m&bodyTag=%3CBODY%20style%3D%22m argin%3A%202%3B%20background%3 A%20%23b18b67%3B%22%3E&title=marathonrally.com&wrap=%3Ca%20href%3D%22javascri pt%3Aclose%28%29%3B%22%3E%20%7 C%20%3C%2Fa%3E&md5=50a80776a98c0f929b175909de c6a776)http://www.marathonrally.com/news/clear.gifhttp://www.marathonrally.com/news/typo3temp/pics/9dead457fc.jpg (http://www.marathonrally.com/news/index.php?eID=tx_cms_showpic&file=uploads%2Fpics%2F080508_g randerg2.jpg&width=800m&height=600m&bodyTag=%3CBODY%20style%3D%22m argin%3A%202%3B%20background%3 A%20%23b18b67%3B%22%3E&title=marathonrally.com&wrap=%3Ca%20href%3D%22javascri pt%3Aclose%28%29%3B%22%3E%20%7 C%20%3C%2Fa%3E&md5=806fa4d89945b8d628e3b558ff 61923f)http://www.marathonrally.com/news/clear.gifhttp://www.marathonrally.com/news/typo3temp/pics/60a73cfe17.jpg (http://www.marathonrally.com/news/index.php?eID=tx_cms_showpic&file=uploads%2Fpics%2F080508_g randerg3.jpg&width=800m&height=600m&bodyTag=%3CBODY%20style%3D%22m argin%3A%202%3B%20background%3 A%20%23b18b67%3B%22%3E&title=marathonrally.com&wrap=%3Ca%20href%3D%22javascri pt%3Aclose%28%29%3B%22%3E%20%7 C%20%3C%2Fa%3E&md5=26cfeacd12b361261fd0a2daf4 35b041)
Die 100-Kilometer-Runde im Osten der viel besuchten Karawanenstadt Douz ist ein Klassiker und je nach Wetter ganz schön spannend. Die Etappe bot eine perfekte Mischung aus Pisten, Schotter, Dünentälern und (folglich) ein bisschen Dünen - durchaus auch solchen, wo man sich festfahren kann. Besonders bei schwerem, nassen Sand wie diesmal.
Nicht viel davon gesehen hat wieder Eugen Eble, der seinen an den Vortagen mühsam geborgenen Hummer H1 nach 10 Kilometern mit kochender Batterie von der Strecke nehmen musste. Breites Grinsen dagegen bei Andreas Malzer und Christian Mühlbach. Der in der Nacht zusammengeklaubte Vorderantrieb hat gehalten. Das Provisorium aus originalen Nissan-Teilen, Mitsubishi-Zugaben und Lagerkugeln tunesischer LKW hat nur ein bisschen Spiel. Tagessieger ist das Team Mayer/Zach. Platz eins in der Gesamtwertung behalten Jakoby/Untersteller (109) mit 24 Minuten Vorsprung auf Kern/Viellechner (103).
"Das war eine taktische Meisterleistung: Wir wollten heute nicht so schnell fahren, also lassen wir Linus vorbei, er soll ja nicht unseren Staub fressen. Und dann fährt er sich direkt einen Platten" meint der Führende Jakoby. "Zwei, drei Mal war es navgatorisch superschwierig, aber das hat Axel natürlich souverän gelöst. Eine DK war richtig knifflig zu finden." Sein Beifahrer Axel Untersteller ergänzt: "GPS-Fahrer fahren daran garantiert vorbei."
Linus Steiner (207) hatte nur noch die Wahl, ob der linke oder der rechte Reifen dran glauben soll: "Es gab zwei Steine auf dem Weg, genau in Spurbreite - und ich spür' nur noch Stein, Stein, Felge. Schade, die existert jetzt nicht mehr.Der Schlag war mit 120 km/h gerade noch fahrbar. Meine 17-Zoll-Felge habe ich gestern schon kaputt gemacht, jetzt habe ich keinen Ersatz mehr fürs Gelände."
Lieber schneller wären Ulrich Leardi und Frank Henning, aber im rechten Radhaus lauert die "unheimliche Reifenfräse". "Sieh dir das an, die Reifendecke ist schon wieder fast durch. Ich konnte gar nicht richtig Gas geben, das hat ja schon beim normalen Fahren geschleift im Radkasten. Sonst wäre ich schneller" meint Henning. "Wir haben uns einmal festgefahren. Der Sand hat eine feste Kruste, darunter ist er weich und schwer. Und wenn Du dann nicht richtig Gas geben kannst..."
Quelle (http://www.marathonrally.com/news/grand_erg_2008_jakoby_unterste ller_fuehren_rally_weiter_an.9 749.0.html#10410)
Gruss Ruedi
Touareg V
13.05.2008, 13:22
Grand Erg 2008: Jakoby/Untersteller gewinnen Grand Erg 2008http://www.marathonrally.com/spacer.gif
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Zum Abschied noch ein bisschen Sand, ein schnelles, aber riskantes Stück über einen ausgetrockneten Salzsee und eine verwinkelte Bergpassage mit grandiosem Panorama vor der finale Abfahrt - so war die spannende Schlussetappe der 4. Marathonrally Grand Erg, die Gerald Jakoby und Copilot Axel Untersteller für sich entscheiden konnten. Die Hessen haben nach sieben Wertungstagen in Tunesien 1 Stunde und 23 Minuten Vorsprung vor Martin Kern und Oliver Viellechner (Land Rover Defender). Andreas Malzer mit Copilot Christian Mühlbach konnten auf den 60 Kilometern ihre sechs Minuten Rückstand nicht mehr aufholen und landeten mit nur 38 Sekunden Abstand als bestes Fahrzeug der T2-Wertung auf Platz 3. Vater Klaus Malzer führt die LKW-Wertung an.
Nach vielen erfolglosen Anläufen bei bei früheren Auflagen der Grand Erg hat es 2008 für Jakoby/Untersteller endlich mit dem Gesamtsieg geklappt. "Endlich! Als ich die anderen im Sand stecken gesehen habe, hab ich mir gedacht: Oh oh, man kann nochmal alles versieben! Wir haben uns schon gar nicht mehr getraut, uns zu freuen, dass wir vorne sind. Die letzten zwei Tage waren die schlimmsten. Jetzt haben wir eine Serie: Dritter 2006, Zweiter 2007 und jetzt erster Platz" so Axel Untersteller im Ziel.
Gerald Jakoby: "Das ist geil, einfach nur geil. Wir haben lange auf den Sieg hingearbeitet, wir waren ja immer dabei. Wir haben ja auch ab und zu eine Platzierung gemacht. Irgendwann hat man es wohl verdient. Nur dass man dann nichts mehr sieht, weil einem der Schampus die Augen verklebt!"
Nach dem Tagessieg in Tembaine kann sich Martin Kern über die gelungene Premiere bei einer Marathonrally freuen: "Der 2. Platz, das sieht doch ganz gut aus. Hat sehr viel Spass gemacht die Etappe, zuerst ein geiler Bergpass, im folgenden Chott sind wir dann mit gefühlten 200 km/h langgedonnert! Das war eine geile Strecke!"
Bei ihrem zweiten Auftritt auf der Grand Erg haben Andreas Malzer und Christian Mühlbach mit dem 3. Platz einige alte Hasen hinter sich gelassen. Mehr war erst mal nicht drin: "Sechs Minuten auf der Strecke aufzuholen ist schon schwer. Also, das passt schon so!" Mühlbach: "Auf dem langen Chott hätten wir schön Gas geben können, aber bei dem Gegenwind ist es nicht schneller gegangen. Da fehlen einfach 100 PS."
"Als wir an den Start gegangen sind und gesehen haben, wie die Teams ausgerüstet sind, waren wir skeptisch was den Sieg angeht" meinte Gerald Jakoby bei der Preisverleihung. "Am See wären wir am liebsten ausgestiegen, wir hatten wirklich keine Lust mehr und vom Schaufeln die Nase voll. Bis wir das super Aussencamp gekommen sind - und man muss wissen ich bin überhaupt kein Freund von Aussencamps. Ganz grosses Kompliment an die Orga! Ausrichtung und Orga ist auf ganz hohem Niveau, ich glaube ich spreche für alle Teilnehmer: Weltlasse! Es ist ganz wichtig, dass man sich sicher weiss was Bergung und medizinische Versorgung angeht, das hatten wir bei dem Überschlag gesehen. Wir kommen nächstes Jahr wieder!"
Quelle (http://www.marathonrally.com/news/grand_erg_2008_jakoby_unterste ller_gewinnen_grand_erg_2008.9 751.0.html#10412)
Gruss Ruedi
Touareg V
15.05.2008, 18:17
Grand Erg 2008: Bildergallerie von der Tunesien-Rally (http://www.marathonrally.com/news/grand_erg_2008_bildergallerie_ von_der_tunesien_rally_1_24.97 61.0.html#10419)
Grand Erg 2008: Bildergallerie von der Tunesien-Rally (http://www.marathonrally.com/news/grand_erg_2008_bildergallerie_ von_der_tunesien_rally_2_24.97 62.0.html#10420)
Grand Erg 2008: Bildergallerie von der Tunesien-Rally (http://www.marathonrally.com/news/grand_erg_2008_bildergallerie_ von_der_tunesien_rally_3_24.97 63.0.html#10421)
Gruss Ruedi