Touareg V
08.12.2005, 12:02
Platz da, jetzt komm ich! Das muss einem in den Sinn kommen, wenn man am Steuer des Fiat Oltre sitzt. Denn die jetzt in Bologna enthüllte Studie ist der ultimative Geländewagen, der augenscheinlich keine Hindernisse duldet. Selbst ein Hummer wirkt dagegen fast zierlich.
Auch Fiat reitet jetzt auf der Offroad-Welle. Weil die Italiener aber in den letzten 20 Jahren keinen Geländewagen mehr im Programm hatten und davor der Campagnolo davor auch weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit verkauft wurde, müssen sie erst einmal am Image feilen. Damit ihnen jeder glaubt, dass der zum Januar angekündigte Panda Cross und der im Sommer erwartete Sedici tatsächlich echte Geländewagen sind, unterstreichen sie ihre Kompetenz abseits der Straßen deshalb in diesen Tagen mit einer Aufsehen erregenden Studie: Ddm gigantischen Fiat Oltre.
Das Showcar sieht aus wie eine auf hübsch gemachte Kopie des US-Allradlers Hummer - nur noch eine Nummer größer. Wie der amerikanische Klassiker fürs Grobe trägt auch der Oltre ein ausgesprochen kantiges Blechkleid in der Größe einer Normgarage. So misst der Viertürer mit der offenen Ladefläche in der Länge beinahe fünf Meter, überragt mit mehr als zwei Metern Höhe wahrscheinlich jede Großraumlimousine und verdeckt mit weit über zwei Metern Breite mühelos alles, was sich bis dato Geländewagen genannt hat.
Vorn trägt der Oltre eine Stoßstange vom Format einer Eisenbahnschwelle, unter die ein Unterfahrschutz geschraubt wurde, der auch mit einem Fiat Panda kein Problem haben dürfte. Darüber beginnt die luftig sitzende Motorhaube mit prominent platziertem Fiat-Logo, nur angedeutetem Kühlergrill und vergitterten Scheinwerfern, die blau in die Nacht leuchten. Erst dort, wo bei einem normalen Pkw das Dach beginnt, fängt beim Oltre dann die - ebenfalls blau eingefärbte - Frontscheibe an.
Von der Seitenansicht des Oltre sieht man aus einem normalen Pkw heraus wahrscheinlich nur die riesigen Spezialreifen von Pirelli in der Dimension 315/40, die auf 26 Zoll große Hochglanzräder aufgezogen wurden und ganz weit nach außen gerückt sind. Bei geschätzten 50 Zentimetern Bodenfreiheit kann man unter dem Wagen beinahe, ohne sich zu bücken, durchgucken.
Erst wenn man den Kopf in den Nacken legt und den Blick von den großen Trittbrettern nach oben schweifen lässt, sieht man die zwei kantig ins Blech geschnittenen Türen, die so massiv wirken wie bei einem alten englischen Tresor und nur Platz für kleine Schiebefenster bieten. Weiter oben gibt es dann noch eine beinahe zierlich wirkende Dachreling, eine ganze Batterie von Zusatzscheinwerfern und eine Luke, die man wahlweise als Ausguck oder als Notausstieg nutzen kann. Verkappte Militaristen denken dabei vielleicht auch an einen Schießstand.
Lkw-Technik für den Vier-Tonnen-Allradler
Zur martialischen Karosserie gibt es einen ausgesprochen aufgeräumten Innenraum für fünf Personen, der sich mit einem stark dem Fahrer zugeneigten Cockpit und einer weit in den Raum ragenden Mittelkonsole ebenfalls eng am Hummer orientiert. Statt militärischer Schlichtheit und robustem Material bekam der Gigant auf Rädern ein vornehm-sportliches Ambiente in Blau und Weiß. Die Sitze würden zur Not auch in einen Ferrari passen.
Nicht ganz so vornehm ist die Technik: So steht der Oltre auf einer Plattform der Fiat-Tochter Iveco, die sich sonst nur um Nutzfahrzeuge kümmert. Und auch der Antrieb ist wenig salonfähig. Obwohl der Wagen eigentlich nach acht oder gar zwölf Zylindern aussieht, steckt unter der kantigen Haube nur ein gewöhnlicher Turbodiesel, der es aber immerhin auf 185 PS (136 kW) bringt. Er wird mit einem Starterknopf zum Leben erweckt und von einer sechsstufigen Automatik geregelt. Weil der Oltre aber schon unbeladen stattliche vier Tonnen auf die Waage bringt und zudem noch drei Tonnen schultern darf, reicht die Kraft für nicht viel mehr als 130 km/h. Doch kann der Offroad-Titan dieses Tempo nicht nur auf der Straße fahren. Mit einem aufwendigen Allradantrieb und reichlich Bodenfreiheit sprintet der Oltre mühelos auch über Stock und Stein. Und selbst vor Wasserdurchfahrten mit 1,50 Metern Tiefe macht der Wagen nicht Halt.
Zwar wurde die Studie nach den Vorgaben des italienischen und des britischen Militärs entwickelt. Doch müssen die Almbauern in den Dolomiten nicht um ihre Bergwiesen und die Winzer in der Toskana nicht um ihre Reben fürchten. Denn fürs Erste bleibt der Oltre ein Einzelstück.
Quelle klick (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,388027,00.html)
Auch Fiat reitet jetzt auf der Offroad-Welle. Weil die Italiener aber in den letzten 20 Jahren keinen Geländewagen mehr im Programm hatten und davor der Campagnolo davor auch weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit verkauft wurde, müssen sie erst einmal am Image feilen. Damit ihnen jeder glaubt, dass der zum Januar angekündigte Panda Cross und der im Sommer erwartete Sedici tatsächlich echte Geländewagen sind, unterstreichen sie ihre Kompetenz abseits der Straßen deshalb in diesen Tagen mit einer Aufsehen erregenden Studie: Ddm gigantischen Fiat Oltre.
Das Showcar sieht aus wie eine auf hübsch gemachte Kopie des US-Allradlers Hummer - nur noch eine Nummer größer. Wie der amerikanische Klassiker fürs Grobe trägt auch der Oltre ein ausgesprochen kantiges Blechkleid in der Größe einer Normgarage. So misst der Viertürer mit der offenen Ladefläche in der Länge beinahe fünf Meter, überragt mit mehr als zwei Metern Höhe wahrscheinlich jede Großraumlimousine und verdeckt mit weit über zwei Metern Breite mühelos alles, was sich bis dato Geländewagen genannt hat.
Vorn trägt der Oltre eine Stoßstange vom Format einer Eisenbahnschwelle, unter die ein Unterfahrschutz geschraubt wurde, der auch mit einem Fiat Panda kein Problem haben dürfte. Darüber beginnt die luftig sitzende Motorhaube mit prominent platziertem Fiat-Logo, nur angedeutetem Kühlergrill und vergitterten Scheinwerfern, die blau in die Nacht leuchten. Erst dort, wo bei einem normalen Pkw das Dach beginnt, fängt beim Oltre dann die - ebenfalls blau eingefärbte - Frontscheibe an.
Von der Seitenansicht des Oltre sieht man aus einem normalen Pkw heraus wahrscheinlich nur die riesigen Spezialreifen von Pirelli in der Dimension 315/40, die auf 26 Zoll große Hochglanzräder aufgezogen wurden und ganz weit nach außen gerückt sind. Bei geschätzten 50 Zentimetern Bodenfreiheit kann man unter dem Wagen beinahe, ohne sich zu bücken, durchgucken.
Erst wenn man den Kopf in den Nacken legt und den Blick von den großen Trittbrettern nach oben schweifen lässt, sieht man die zwei kantig ins Blech geschnittenen Türen, die so massiv wirken wie bei einem alten englischen Tresor und nur Platz für kleine Schiebefenster bieten. Weiter oben gibt es dann noch eine beinahe zierlich wirkende Dachreling, eine ganze Batterie von Zusatzscheinwerfern und eine Luke, die man wahlweise als Ausguck oder als Notausstieg nutzen kann. Verkappte Militaristen denken dabei vielleicht auch an einen Schießstand.
Lkw-Technik für den Vier-Tonnen-Allradler
Zur martialischen Karosserie gibt es einen ausgesprochen aufgeräumten Innenraum für fünf Personen, der sich mit einem stark dem Fahrer zugeneigten Cockpit und einer weit in den Raum ragenden Mittelkonsole ebenfalls eng am Hummer orientiert. Statt militärischer Schlichtheit und robustem Material bekam der Gigant auf Rädern ein vornehm-sportliches Ambiente in Blau und Weiß. Die Sitze würden zur Not auch in einen Ferrari passen.
Nicht ganz so vornehm ist die Technik: So steht der Oltre auf einer Plattform der Fiat-Tochter Iveco, die sich sonst nur um Nutzfahrzeuge kümmert. Und auch der Antrieb ist wenig salonfähig. Obwohl der Wagen eigentlich nach acht oder gar zwölf Zylindern aussieht, steckt unter der kantigen Haube nur ein gewöhnlicher Turbodiesel, der es aber immerhin auf 185 PS (136 kW) bringt. Er wird mit einem Starterknopf zum Leben erweckt und von einer sechsstufigen Automatik geregelt. Weil der Oltre aber schon unbeladen stattliche vier Tonnen auf die Waage bringt und zudem noch drei Tonnen schultern darf, reicht die Kraft für nicht viel mehr als 130 km/h. Doch kann der Offroad-Titan dieses Tempo nicht nur auf der Straße fahren. Mit einem aufwendigen Allradantrieb und reichlich Bodenfreiheit sprintet der Oltre mühelos auch über Stock und Stein. Und selbst vor Wasserdurchfahrten mit 1,50 Metern Tiefe macht der Wagen nicht Halt.
Zwar wurde die Studie nach den Vorgaben des italienischen und des britischen Militärs entwickelt. Doch müssen die Almbauern in den Dolomiten nicht um ihre Bergwiesen und die Winzer in der Toskana nicht um ihre Reben fürchten. Denn fürs Erste bleibt der Oltre ein Einzelstück.
Quelle klick (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,388027,00.html)