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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Libya Rally Raid 2010


Touareg V
08.12.2009, 13:52
Nennungsfrist wird bis 22. Januar verlängerthttp://www.marathonrally.com/spacer.gif

An diesem Wochenende ist die Organisation der "Libya Rally Raid" zur Vortour für die dritte Ausgabe der Rally gestartet. Dabei begann die Reise mit einer 24-stündigen Verspätung der Fähre C/F Carthage, mit der man zuerst nach Tunesien übersetzte, von wo aus es weiter nach Libyen ging.

In diesem Zusammenhang informiert die Organisation darüber, das die Nennungsfrist bis zum 22. Januar 2010 verlängert wird: "Wir sind sicher, das sich dadurch auch noch ein paar Kurzentschlossene zu uns gesellen werden." Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite www.libya-rally-raid.org (http://www.libya-rally-raid.org/) .

Quelle (http://www.marathonrally.com/news/libya_rally_raid_nennungsfrist _wird_bis_22_januar_verlaenger t.13896.0.html#15617)

Gruss Ruedi

Touareg V
22.12.2009, 16:53
Libya Rally Raid: Grosse Vortour wurde erfolgreich beendethttp://www.marathonrally.com/spacer.gif

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Mit einem "kleinen aber feinen" Team haben die Organisatoren der "Libya Rally Raid" jüngst die grosse Vortour für die dritte Ausgabe der Rally im kommenden Frühjahr beendet. Wolfgang Pasetti und Jürgen Neidig, ehemalige Motorsport-Konkurrenten auf der Piste, ziehen nun an einem Strang bei der Libya Rally Raid. Mit ihren Co-Piloten Tobias Witt und dem libyschen Freund Mansour Elhabi blicken sie auf eine langjährige Erfahrung im Rally Raid Sport zurück und waren somit ein Garant für schnelles und effektives Arbeiten in der Kürze der Zeit.

Diese wurde leider nochmals beschnitten, da die Fähre einen ganzen Tag Verspätung hatte. Das Team konnte allerdings die Etappen zwei Tage schneller absolvieren, als es für die Teilnehmer geplant ist. Hierfür wurden an einem Tag zwei und an zwei weiteren Tagen jeweils eineinhalb Etappen gefahren.

"Durch den Vorsprung konnten wir unter anderem ein neues Camp als Ersatz für Camp Africa finden. Dort werden uns neue saubere Zimmer und Sanitäranlagen erwarten, natürlich direkt an den Dünen gelegen" berichtet Jürgen Neidig. "Von dort aus ist für alle ein Besuch der Mandara-Seen möglich. Weitere touristische Highlights wie das Akakus Gebirge können nach der Marathonetappe am Ruhetag besichtigt werden."

Die Strecke wurde auf die Bedürfnisse aller Fahrzeuggattungen, insbesondere der Bergeteams überprüft und optimiert. Auch weniger erfahrene Teilnehmer sollen somit bestens aufgehoben und versorgt sein - "was aber nicht heissen soll, dass alte Hasen unterfordert werden."

"Was wir auch erfahren mussten ist, dass eine neue Gebühr pro Fahrzeug und Teilnehmer an der Grenze zu entrichten ist, welche aber für die Teilnehmer in der Nenngebühr enthalten sein wird. Auch die Ausreise über Nalut nach Tunesien wird zur Zeit von unserem libyschen Partner abgeklärt. Dies würde die Fahrt in den Norden nach der Siegerehrung in Ghadames ordentlich verkürzen" so Neidig weiter.

Bewährte Abläufe und Camps werden beibehalten. "Natürlich haben wir auch Allahs tausend Sterne Hotel für die Teilnehmer gebucht" schmuzelt Neidig, "das dürfte bei angenehmen Temperaturen um 20°C und einer traumhaften Kulisse unvergesslich werden." Schnelle Etappen sind ebenso vorhanden wie riesige Dünen und ebene Sandtäler.

Weitere Informationen zur Rally sowie Nennungsmöglichkeiten finden Sie auf der offiziellen Webseite www.libya-rally-raid.org (http://www.libya-rally-raid.org/) . Nennungen sind noch bis in den Januar möglich.

Quelle (http://www.marathonrally.com/news/libya_rally_raid_grosse_vortou r_wurde_erfolgreich_beendet.14 026.0.html#15789)

Gruss Ruedi

Touareg V
11.03.2010, 14:55
Libya Rally Raid: Zusammenlegung mit LR, Rally in Tunesien, grosse Solidarität.

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Eine Menge Schweiss dürfte den Veranstaltern der beiden Libyen Rallys "Libya Rally Raid" (Deutschland) und "Libya Rally" (Belgien) in den vergangenen Wochen auf der Stirn gestanden haben. In den vergangenen Wochen überschlugen sich die Meldungen, erst stoppte das Land Libyen nach Querelen mit der Schweiz die Visa-Vergabe für Schengen-Länder, dann rief Landesführer Ghaddafi den "Heiligen Krieg" gegen den Alpenstaat aus.

Das Einreise-Verbot sorgte für eine neue, ungeahnte Solidarität unter den Veranstaltern. Nachdem bereits auf der "Abenteuer Allrad" erste Gespräche geführt wurden, werden nun als erster Schritt die deutsche "Libya Rally Raid" und die belgische "Libya Rally" zusammengelegt. Ein guter Entschluss, wurde doch hinter vorgehaltener Hand schon lange gemunkelt, das eine Fusion perfekt erscheinen würde: Die belgische Rally hat viele Teilnehmer und "wildere" Organisation, der deutschen Veranstaltung fehlten die Teilnehmer, dafür glänzte man mit einer guten Organisation.

Nun arbeitet man also zusammen - und anstatt die zeitgleichen Rallies abzusagen, entschied man sich für eine "B-Lösung" in Tunesien. In den letzten Tagen rauften sich die Veranstalter mehr und mehr zusammen, koordinierten Logistik, Catering und sportlichen Ablauf. So wird z.B. der deutsche Rennleiter Tobias Witt neuer Gesamt-Rennleiter beider Rallies.

Was nun passierte, ist ein Novum in der deutschen Rallyraid-Szene: Die deutschen Veranstalter der "El Chott/Erg Oriental", "Sahara Masters" und "Grand Erg" boten prompt ihre Hilfe an. Nun wird aus der einst nur deutschen LRR und belgischen LR eine deutsch-belgische Grossveranstaltung - mit zusätzlicher Hilfe von deutschen Mitbewerbern.

El Chott-Gründer Jörg Steinhäuser - der eigentlich im November seinen Rücktritt bekanntgab - erklärte sich kurzfristig bereit, die erforderlichen Genehmigungen in Tunesien zu organisieren. Er fliegt bereits an diesem Freitag nach Tunesien um die "letzten Stempel" zu bekommen. Nachfolger Jörg Schumann (El Chott, Rally Trial Germany) stellte Roadbücher zur Verfügung, organisiert die Strecken und wird auf der Rally als Strecken-Chef und Orga-Verbindungsmann dabei sein. Auch die "Sahara Masters" bot ihre Roadbücher an.

"Das hat es noch nie gegeben und ich bin tief beeindruckt" erklärte LRR-Chef Wolfgang Pasetti am Montag Abend. "Ich bin sicher, das dies auch ein Ergebnis des Rally-Camps auf der Messe "Abenteuer Allrad" ist. Jeder hat seine Hilfe angeboten, ich welcher Form auch immer." Noch vor einigen Jahren waren Teile der deutschen RR-Szene verstritten, das Rallycamp war eine neue Idee, wieder gemeinsam aufzutreten und/oder mehr zu kooperieren.

Der neue Ablauf in Tunesien

Um die - vor allem bei den Belgiern - etwas verrissene Logistik mit der der LRR unter einen Hut zu bekommen, wurde ein neues Timing aufgestellt. Die LRR-Teilnehmer sowie ein Teil der LR-Teilnehmer fahren per Schiff nach Tunesien, viele Teilnehmer der LR kommen via Tripolis per Flugzeug nach Djerba. Gemeinsamer Treffpunkt ist dann Gabes, hier erfolgt die gemeinsame Technische Abnahme.

Die Route ist dann wie folgt geplant:

Etappe 1: Gabes - Douz
Etappe 2: Douz - Tembaine (Tafelberg)
Etappe 3: Rundkurs Tembaine
Etappe 4: Rundkurs Tembaine
Etappe 5: Tembaine - Douz
Etappe 6: Douz-Nefta
Etappe 7: Nefta-Gabes

Alternativ können am Tempelberg Rundkurse geschaffen, zusammengelegt oder gestrichen werden. Im Anschluss geht es zu einer gemeinsamen Siegerehrung nach Djerba, von dort treten die jeweiligen Teams dann die Heimreise via Flugzeug ab Djerba oder Schiff ab Tunis/La Goulette an. Insgesamt wird die Rally mit knapp 200 Teams nun zu einer neuen "Grossveranstaltung".
Quelle (http://www.marathonrally.com/news/libya_rally_raid_zusammenlegun g_mit_lr_rally_in_tunesien_gro sse_solidarit_t.14905.0.html)

Gruss Ruedi

Touareg V
11.03.2010, 15:26
Libyen Rallies: Nach organisatorischem Anlauf Start nun am Mittwoch

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Noch nichts Interessantes zu berichten gibt es derzeit von den zusammengelegten Libyen-Rallies im tunesischen Exil. Nach der Ankunft am Sonntag ging man es gestern und heute weiter ruhig an, nutzte die Tage für organisatorische Dinge, Überführungen und touristische Ausflüge. "Wann hat man auf einer Rally schon mal die Zeit, Land und Leute so ausgiebig kennen zu lernen" berichtete LRR-Chef Wolfgang Pasetti in einer offiziellen Info.

Am Mittwoch soll die schnell ausgearbeitete "Not-Rally" aus den zusammengelegten Veranstaltungen "Libya Rally Raid" (Deutschland) und "Libya Rally" (Belgien) dann mit der 1. Etappe über 127 Kilometer in Wertung starten - Teilnehmern der "Erg Oriental 2009" dürfte die Strecke von Al Hamma nach Douz in ähnlicher Form noch als Auftaktetappe bekannt sein. Das Finale der Strecke ist erneut im Kamelstadion von Douz - wer sich erinnert, hier kamen 90 Prozent der Erg Oriental-Teilnehmer erst in dunkler Nacht an.

Quelle (http://www.marathonrally.com/news/libyen_rallies_nach_organisato rischem_anlauf_start_nun_am_mi ttwoch.14945.0.html)

Gruss Ruedi

Touareg V
11.03.2010, 15:31
Libyen Rallies: Erste Etappe beendet, Audi-Buggy Crew Schol/Boussier führt.

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Die zusammengelegten Libyen-Rallies haben heute mit der ersten Etappe von El Hamma nach Douz in Tunesien begonnen. Starterlisten und detaillierte Ergebnisse lagen bis zum Redaktionsschluss leider nicht vor. Da auch keine deutsche Presse mit dabei ist, versuchen wir die Ereignisse nach Berichten unserer holländischen Kollegen von "RallyManiacs" sowie kurzen Infos von LRR-Sprecher Gerhard Schneider zu rekonstruieren.

Nach dem Regen der letzten Tage sorgte am Mittwoch Sonnenschein für gute Laune. Nach einer ca. 150 Kilometer langen Überführung von Djerba nach El Hamma ging es am Mittag in die erste Etappe. "Der erste Teil war recht einfach, die ersten 80 Kilometer ging es mit Speed voran" berichtet der Holländer Marcel Vermej. "Danach wurde die Strecke sandiger mit vielen Jumps, bis sie dann kurz vor Douz in ein kleines Dünenfeld von ca. 10 Kilometern überging.

Die letzten Meter - einige werden sie von der Erg Oriental Rally 2009 kennen - hatten es in sich. Während der Motorrad-Tagessieger Jean van Holzaat aus Belgien recht problemlos durchkam, legte der Holländer Wil Wouters als Erster einen heftigen Abgang über den Lenker hin. Die Crew Brouwer/De Bor buddelte machte bei den Pkw den "Berge-Auftakt", sie versenkten ihren Jeep im Dünenfeld.

Der Rumäne Alin Laurentik wurde schnellstes Quad, Anne Schol und Katrien Boussier (Belgien) schafften es als Schnellste auf vier "grossen" Rädern mit ihrem Audi-Buggy-Proto ins Ziel, Mike van Eikeren und Bas Herweijer schlossen die Etappe mit ihrem Toyota RAV4 T1 als Schnellster Pkw ab, obwohl sich Probleme mit dem Allrad ankündigen. Immerhin, beide stammen aus demselben Team "Van Eikeren/2Dakar".

Bei den deutschen Teilnehmern soll das Team Christian Nauda/Sören Bach (Land Rover) die Etappe als schnellster Pkw vor Wulf/Bork (Nissan) Möbus/Schwanke (Mitsubishi) beendet haben.

Am Donnerstag gehen die Exil-Rallies in die 2. Etappe, diese führt über 127 Kilometer in ein Outdoor-Camp nahe des berühmten Tembaine-Tafelberges - diese Route dürfte ebenfalls von der Erg Oriental bekannt sein. Nahe dem Tembaine verbleibt die Gruppe für drei Tage, es sind (ebenfalls wie auf der Erg Oriental) einige Rundkurse in dem extrem dünenreichen Gebiet geplant.

Quelle (http://www.marathonrally.com/news/libyen_rallies_erste_etappe_be endet_audi_buggy_crew_schol_bo ussier_f_hrt.14948.0.html)

Gruss Ruedi

Touareg V
12.03.2010, 16:13
Libyen Rallies: Audi-Team setzt sich weiter ab, Kluge bester Deutscher.

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Zum ersten mal haben unsere holländischen Kollegen von "Rallymaniacs" am Donnerstag Abend Starter- und Wertungslisten online gestellt - demnach nehmen 12 Motorräder, 13 Quads, 27 Autos (darunter 4 Teams aus Deutschland) und 5 Trucks (alle aus Deutschland/Österreich) an der Rally teil.

Doch nun zum zweiten Rallytag im tunesischen Exil. Nachdem das Vorab-Team Unwägbarkeiten in der geplanten Strecke entdeckte, wurde diese kurzfristig umgeschrieben, der Start der Etappe von Douz zum Tafelberg "Tembaine" um eine Stunde verschoben.

Interessant: Während auf der "Erg Oriental" in diesem Teil der Strecke teils stundenlang und heftig durch den Sand gekämpft wurde, geht es diesmal recht flott voran - Grund ist der Regen der vergangenen Tage, der die einst gefürchteten Dünen "hart" gemacht hat.

Erneut machte das belgische Audi-Buggy-Team Anne Schol/Katrien Boussier den Etappensieg bei den Pkw, schaffte die Strecke in 02:08:28 Stunden vor Wesley de Saedeleer (02:09:35) und Salem Sewa/Tawfik Almahjob (02:15:56). Bestes deutsches Team wurden Peter und Benjamin Kluge im Toyota Land Cruiser auf Platz 11 (03:04:05) vor Andreas Wulf und Anja Bork auf Platz 15 (Nissan Navara, 03:27:43).

In der Gesamtwertung konnte die Audi-Crew ihren Vorsprung auf 03:48:53 Minuten ausbauen, auf den Plätzen folgen De Saedeleer (04:24:09) und Van Eikeren/Herweijer (04:29:26). Bestes deutsches Team gesamt sind Peter und Benjamin Kluge (05:30:04) auf Platz 10.

Bei den Trucks gewann die Crew Kretz/Winter/Heim die Etappe in 03:18:24 Stunden vor Hartmut Schumann/Ulli Jäger (03:24:55) und Jürgen und Andreas Schumann (03:26:00). Bei den Motorrädern machte Wil Wouters das Rennen (02:08:15), bei den Quads Nicolas Pujol (02:17:32).

Ergebnisse 2. Etappe zum Download

Wertung nach Klassen: HIER KLICKEN (http://www.rallymaniacs.nl/images/stories/LDC2010/nieuws2010/dag2/Day%20result%20day%202%20Cat.p df)

Gesamtwertung (mixed): HIER KLICKEN (http://www.rallymaniacs.nl/images/stories/LDC2010/nieuws2010/dag2/Classement%20day%202%20Overall .pdf)Quelle (http://www.marathonrally.com/news/libyen_rallies_audi_team_setzt _sich_weiter_ab_kluge_bester_d eutscher.14964.0.html)

Gruss Ruedi

Touareg V
15.03.2010, 10:23
Libyen Rallies: Wilder Samstag, Salem "erwischt", Audi verliert Führung.

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Der Samstag auf der "Exil-Libya Rally" in Tunesien wurde heftig - so heftig, das der Berger alle Händer voll zu tun hatte, die Fahrzeuge nach und nach aus den Dünen zu holen, dadurch gab es am Samstag Abend nach Berichten unserer Kollegen von "RallyManiacs" auch keine Wertungslisten.

"Erwischen" liess sich bereits am Freitag der Libyer Sewa Salem, der grosse Teile der Strecken abgekürzt hat - dies kam nach einer Beschwerde und Auswertung des GPS zu Tage. Das Resultat: 5 Stunden Zeitstrafe.

Pech auch beim führenden Audi des Belgiers Anne Schol (trotz des Namens ein männlicher Teilnehmer). Kurz nach dem Start am Samstag machte das Getriebe des Buggies Probleme, man kehrte ins Camp um, reparierte einen halben Tag lang - doch Alles half nichts. Auf der anschliessenden Probefahrt kam der Audi keine 100 Meter weit, damit rückten die Teams Wesley de Saedeleer und Van Eikeren/Hermeyer auf.

Bei den Motorrädern gingen die Teams Raptor Racing, FV Off Road Academy, Go2Dakar und Rallymaniacs in Führung.

Quelle (http://www.marathonrally.com/news/libyen_rallies_wilder_samstag_ salem_erwischt_audi_verliert_f _hrung.14972.0.html)

Gruss Ruedi

Touareg V
16.03.2010, 14:57
Libyen Rallies: Am Dienstag letzte Etappe - kein Wertungen veröffentlicht.

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Nicht viel Neues gibt es nachwievor von den zusammengelegten Libyen-Rallies, seit Freitag wurden auch keine weiteren, verwertbaren Ergebnisse veröffentlicht. Aber die Rally läuft gut, die Strecken und Roadbücher (der Erg Oriental 2009) kommen an, Rennleiter Tobias Witt (LRR) und Streckenchef Jörg Schumann (RTG, El Chott) machen einen guten Job. Für die meisten Teilnehmer eine neue Erfahrung, einmal nach deutschen Roadbüchern zu fahren. LRR-Chef Wolfgang Pasetti kümmert sich um die Touristen, bot ihnen am Wochenende eine Wüstenfahrschule an.

Nachdem es am Sonntag raus aus den Dünen zurück nach Douz ging, starteten die Teilnehmer am Montag in einen grossen Rundkurs von Douz nach Nefta und zurück, 385 Kilometer insgesamt und 200 Kilometer in Wertung mussten bewältigt werden.

Neu gemischt wurden die Karten bei den Pkw, nachdem das führende Team Van Eikeren (Toyota RAV4 T1) mit einem Motorschaden ausfiel. Der Etappensieg ging an die Land Cruiser Crew Eric Dietz und Jan Visser, die mit Pflanzenöl statt Diesel unterwegs sind. Nach Berichten unserer Kollegen von "RallyManiacs" sollen ungewöhnlich viel Teilnehmer auf der Etappe ausgefallen sein.

Am Dienstag gibt es noch eine letzte Etappe vom Kamelstadion in Douz durch ein kleines Dünenfeld nach Matmata, wo die Siegerehrung gefeiert werden soll. Dann trennen sich die Wege der zusammengelegten Rallies teilweise wieder, die deutsche LRR fährt in den Norden zurück, die "Libya Rally"-Teilnehmer reisen zum Grossteil über Djerba aus.


Quelle (http://www.marathonrally.com/news/libyen_rallies_am_dienstag_let zte_etappe_kein_wertungen_ver_ ffentlicht.14997.0.html)

Gruss Ruedi

Touareg V
28.03.2010, 11:04
Libyen Rallies Teilnehmerbericht: "Rally der Extreme und Überraschungen".

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Andreas Wulf und Anja Bork sind in der deutschen Wüsten-Amateurszene bestens bekannt - kein Wunder, nehmen sie doch seit Jahren mit ihrem Nissan Navara an den verschiedensten Wüstenrallies teil. In diesem Jahr wollten beide bereits zum dritten mal an der "Libya Rally Raid" teilnehmen. Doch es kam anders.

Von Andreas Wulf "Eigentlich sollte die 3. "Libya Rally Raid", wie es ja schon der Name sagt, wieder in der grandiosen Wüste Libyens stattfinden. Aber aufgrund der politischen Verwicklungen - Libyen stellt für die Schengen-Staaten keine Visas aus - musste innerhalb drei Wochen ein komplett neuer Plan entwickelt werden. So haben sich die Rally-Macher Wolfgang Pasetti aus Deutschland sowie Gert Duson aus Belgien mit ihren Veranstaltungen zusammengetan und die Rally notgedrungen nach Tunesien verlegt.

Auch wir mussten umdisponieren, da unser Nissan Navara, der von "Auto Hagen" in Neustadt schon für die riesigen schnell zu fahrenden Dünen in Libyen vorbereitet war, wieder fahrwerkstechnisch für die kurzen Dünen in Tunesien umgebaut werden musste.

Am 05. März ging es dann endlich nach Genua, wo im Hafen die Papier- und Technische Abnahme erfolgte - mit der Fähre dann weiter nach Afrika, wo uns zunächst regnerisches kaltes Wetter erwartete. Dies sollte sich zwar bald ändern, jedoch waren die Nächte in den Camps ausgesprochen kalt.

In der Nähe von El Hamma trafen sich dann alle Teilnehmer, und man lernte erstmalig die Konkurrenz kennen. Beide Veranstaltungen brachten 40 Rallyautos, 18 Motorräder, 20 Quads und 5 Lkw mit ins Feld. Da die meisten Fahrzeuge aus dem Profi-Lager á la "Dakar Rally" stammten, rechneten wir uns mit unserem seriennahen, leistungsmässig unterlegenen Nissan Pickup eigentlich keine grosse Chance aus.

Die erste Etappe führte über 130 Kilometer Piste mit vielen Auswaschungen. Die letzten 20 Kilometer führten dann in die weichen weissen Dünen bei Douz. Ohne grosse Probleme kamen wir ins Ziel und waren sehr überrascht, dass wir den 8. Platz im Gesamtklassement der Autos erreicht hatten.

Die nächste Etappe führte von Douz über 150 Kilometer zum Camp in der Nähe des berühmten Tafelbergs Tembaine. Auch hier konnten wir uns im vorderen Feld platzieren. Einen grossen Beitrag leisteten auch unser General Tire AT-Reifen. Die ganze Rally über hatten wir nicht einen Reifenschaden und egal, ob es über die schlimmsten Pisten ging, querfeldein durch das berüchtigte Kamelgras oder die Dünen, der Reifen funktionierte immer bestens.

Der dritte Tag versprach dann auch die entsprechende Dünenetappe. Vorbei am Nationalpark Jebil ging es 170 Kilometer durch hohe, steile Dünen. Nach 70 Kilometern hatten wir dann ein paar heftige Einschläge im Vorbau des Fahrzeugs, was den Zusatzkühler mächtig verformte.

Die Dünen waren zu steil für unser Fahrzeug, so dass wir beschlossen, lieber die Strafzeit für ausgelassene Kontrollpunkte zu kassieren, als das Fahrzeug zu zerstören. Zum Glück konnte unser Service von Daktec unseren Nissan wieder flott machen. So konnten wir die nächsten Dünenetappen wieder unter die Räder nehmen und uns weiter im vorderen Feld etablieren. Mittlerweile hatte die Rally auch schon viele Opfer gefordert. Von Tag zu Tag standen immer weniger Fahrzeuge morgens am Start und die Servicemannschaften hatten bis spät in die Nacht zu Schrauben und Schweissen.

Die längste Etappen waren von Douz südlich um das berühmte Chott El Jerrid (Afrikas grösster Salzsee) nach Nefta und dann weiter von Touzeur wieder zurück nach Douz. Insgesamt 390 Kilometer waren zu absolvieren. Unser Highlight war die Durchfahrung eines unter Wasser stehenden Chott, wo die Gefahr, mit dem Fahrzeug durch die Salzkruste zu brechen, und dann eine aufwendige Bergung in Kauf zu nehmen, sehr gross war. Wir kamen wirklich auf der letzten Rille durch den Schlamm.

Die letzte Etappe führte dann nochmals durch die Dünen bei Douz, über viele Kilometer Kamelgras in Richtung El Hamma zum endgültigen Ziel. Hier waren vor allem nochmals die Copiloten gefordert. Viele kleine verzweigte Pisten forderten echte Navigationskunst. Lohn der Strapazen war schliesslich der dritte Platz im Gesamtklassement der Libya Rally Raid.

Besonders möchten wir uns bei unseren Sponsoren Auto Hagen Neustadt/Holstein, General Tire und Daktec für die grosse Unterstützung bedanken. Aber auch den Veranstaltern gilt unser Dank für den Mut, trotz der Widrigkeiten diese Rally noch auf die Beine zu stellen.

Schon jetzt beginnen die Vorbereitungen für die nächste Rally. Im Mai starten wir auf der Baja Saxonia in der Nähe von Leipzig."

Quelle (http://www.marathonrally.com/news/libyen_rallies_teilnehmerberic ht_rally_der_extreme_und_berra schungen.15107.0.html)

Gruss Ruedi