dreyer-bande
19.02.2006, 12:46
Hallo,
die große Euphorie beim Raps-Oel verfliegt wohl immer mehr?
Keine Norm für Rapsöl
Qualität reicht oft nicht aus
Seit einem Vierteljahrhundert ist Rapsöl immer wieder als Dieselersatz im Gespräch, durchsetzen konnte es sich trotz eines relativ günstigen Preises bislang nicht. Problem ist vor allem die fehlende Norm für die Zusammensetzung. Moderne Motoren reagieren empfindlich auf wechselnde Kraftstoffqualitäten.
Rapsöl ist als Landwirtschaftsprodukt stark subventioniert und momentan noch von der Mineralölsteuer befreit, die Bundesregierung plant jedoch eine Teilbesteuerung von fünf bis zehn Cent pro Liter ab August, ab 2007 soll Biokraftstoff sogar voll besteuert werden. Mit knapp 0,75 Euro pro Liter kostet Rapsöl zurzeit jedoch weniger als versteuerter Diesel oder Biodiesel. Was man sich aber in den Tank füllt, ist nie ganz klar. Je nach Hersteller variiert nämlich die Qualität des Öls, eine eigene Norm gibt es nicht. Unklar ist daher auch die Höhe der Leistung, die sich aus dem Rapsöl ziehen lässt. Das Gleiche gilt für die Abgaswerte.
Theoretisch lässt sich jeder Dieselmotor ohne weiteres mit Rapsöl betanken – entweder als Zusatz oder nach einem Umbau als alleinigem Kraftstoff. Der TÜV Rheinland rät jedoch in den meisten Fällen davon ab: Die Folgen für den Motor sind auf Grund der unklaren und wechselnden Zusammensetzung des Öls unabsehbar.
Einige freie Werkstätten haben sich auf Rapsöl-Umrüstungen spezialisiert. Doch auch hier lässt sich die Spreu schwer vom Weizen trennen, denn dokumentierte Langzeiterfahrungen mit Rapsölfahrzeugen liegen nicht vor. Die Kosten für diese Systeme liegen je nach Anbieter und Fahrzeug zwischen 1000 Euro und 6000 Euro. Wer selber schrauben will, ist schon ab knapp 260 Euro dabei.
So eignet sich die Rapsöltechnologie vor allem für robuste Landwirtschaftsdiesel und für Bastler, die ein altes Aggregat in der Garage stehen haben. Für Pkw wird sich dieser Bio-Treibstoff wohl eher nicht durchsetzen. mid (http://www.offroad-freunde.de/offroad2/www.neuepresse.de)
Quelle (http://www.neuepresse.de)
die große Euphorie beim Raps-Oel verfliegt wohl immer mehr?
Keine Norm für Rapsöl
Qualität reicht oft nicht aus
Seit einem Vierteljahrhundert ist Rapsöl immer wieder als Dieselersatz im Gespräch, durchsetzen konnte es sich trotz eines relativ günstigen Preises bislang nicht. Problem ist vor allem die fehlende Norm für die Zusammensetzung. Moderne Motoren reagieren empfindlich auf wechselnde Kraftstoffqualitäten.
Rapsöl ist als Landwirtschaftsprodukt stark subventioniert und momentan noch von der Mineralölsteuer befreit, die Bundesregierung plant jedoch eine Teilbesteuerung von fünf bis zehn Cent pro Liter ab August, ab 2007 soll Biokraftstoff sogar voll besteuert werden. Mit knapp 0,75 Euro pro Liter kostet Rapsöl zurzeit jedoch weniger als versteuerter Diesel oder Biodiesel. Was man sich aber in den Tank füllt, ist nie ganz klar. Je nach Hersteller variiert nämlich die Qualität des Öls, eine eigene Norm gibt es nicht. Unklar ist daher auch die Höhe der Leistung, die sich aus dem Rapsöl ziehen lässt. Das Gleiche gilt für die Abgaswerte.
Theoretisch lässt sich jeder Dieselmotor ohne weiteres mit Rapsöl betanken – entweder als Zusatz oder nach einem Umbau als alleinigem Kraftstoff. Der TÜV Rheinland rät jedoch in den meisten Fällen davon ab: Die Folgen für den Motor sind auf Grund der unklaren und wechselnden Zusammensetzung des Öls unabsehbar.
Einige freie Werkstätten haben sich auf Rapsöl-Umrüstungen spezialisiert. Doch auch hier lässt sich die Spreu schwer vom Weizen trennen, denn dokumentierte Langzeiterfahrungen mit Rapsölfahrzeugen liegen nicht vor. Die Kosten für diese Systeme liegen je nach Anbieter und Fahrzeug zwischen 1000 Euro und 6000 Euro. Wer selber schrauben will, ist schon ab knapp 260 Euro dabei.
So eignet sich die Rapsöltechnologie vor allem für robuste Landwirtschaftsdiesel und für Bastler, die ein altes Aggregat in der Garage stehen haben. Für Pkw wird sich dieser Bio-Treibstoff wohl eher nicht durchsetzen. mid (http://www.offroad-freunde.de/offroad2/www.neuepresse.de)
Quelle (http://www.neuepresse.de)