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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bergegurte ja, aber dann die richtige!


Homer
05.06.2006, 20:49
Mercedes Offroad bestätigt hier meine Erfahrungen im Gelände:
Als beste Lösung haben sich möglichst elastische Bergegurte oder –Schlingen erwiesen, die angesichts des Gewichtes einer G- oder M-Klasse mindestens acht Tonnen Bruchlast haben sollten.Wahre Wunder bewirkt ein hochelastisches Seil, das es in einer Länge von fünf oder 20 Metern gibt. Das Zugfahrzeug fährt dann einfach im ersten Gang in das Seil und zieht, bis es selbst die Traktion verloren hat und steht. Bis zu diesem Moment passiert meistens noch nichts und der Fahrer glaubt schon an das Scheitern seiner Mission. Erst ein zweiter Blick in den Rückspiegel belegt, dass sich der Havarist plötzlich doch bewegt und freikommt.

Mehr darüber hier: http://www.gelaendewagenundfreizeit.d e/ratgeber/bergegurt/index.html

Ich habe immer einen 20m Bergegurt mit 10 Tonnen Reissfestigkeit an Bord. Ist für alles Mögliche sehr hilfreich. Auch z.B. als Firstseil zwischen zwei Bäumen und dann eine 7x7m Plane darüber geworfen und alle sitzen im Trockenen

Foto: Eine Wasserdurchfahrt, die wir nicht einschätzen konnten. Also Gurte dran und "Einer kam durch" oder die andern ziehen raus! War dann wie man sieht, alles halb so schlimm....................... Nachher ist man ja immer schlauer!

Gruss
Homer

andreas
05.06.2006, 22:51
Hallo Homer,

da hast Du wohl Recht, so ein Bergegurt ist äußerst nützlich.

Ich habe immer eine 12 m Bergeschlinge dabei, 3-t Trag- und 21 t-Bruchlast.
Die mitgelieferten Schäkel sind mir aber zu groß, hier werde ich
noch auf die wesentlich kleineren Edelstahlschäkel umrüsten.

Etliche Leute schwören auf die Hashi-Ken-Gurte, die äußerst dehnbar
sind und damit kaum dem Risiko unterliegen, zu zerreißen:

3377

Mir ist dieses Teil aber zu kurz und das Risiko zu groß, dass das zu
bergende Fahrzeug erst vom Heck meines Autos gebremst wird. Auch
sind die Teile sehr teuer, gibt es z.B. bei Därr (http://www.daerr.de/suche_seite2_daerr/54BEFA7A0ec5a36B6EUjrP33527E/hst/staD/haupt/vollHashi*/mr1/sr0/grp.html).

Gruß
andreas

Holger
14.12.2006, 23:50
In dem bericht steht, dass man keine Schäkel benutzen soll, weil die für eine seitliche Zugbelastung nicht ausgelegt sind. Empfohlen werden Kunststoffschlaufen. Ich habe aber nicht verstanden, wie das gehen soll. Gibt es die zu kaufen oder muss man sich das selbst basteln?

andreas
15.12.2006, 06:18
Es gibt Seile, da sind in den Zugaugen Metallhülsen drin,
die sind wohl nicht geeignet.

Gruß
andreas

Xapathan
15.12.2006, 09:31
Ich habe hier einen Seiler (ja sowas gibt es noch!).
Der konfektioniert Seile (Hanf!) nach Kundenwunsch.
Aus Spass haben wir das mal getestet mit einer landwirtsch.
Zugmaschine (Trecker): erstaunlich!

jeeeki
15.12.2006, 12:41
ich habe auch ein elastisches (kinetisches) Bergeseil. Vorteil ist eben,dass man nicht aufpassen muss wenn man anfährt und jemanden bergen muss.Das mit den Schäkeln weiss ich nicht denn ich benutze jedes Mal welche (die dicksten aus dem Forstbereich,nicht wahr Stefan:D ) und bisher noch nie Probleme gehabt. Mein Seil hat 11m länge und hat ne Bruchlast von11t (steht mal drauf ob es so ist wage ich zu glauben). In den Bildern wo hartwin mich in Eisenberg geborgen habt seht ihr Bilder davon,kann auch welche nachreichen.

Der Vorteil ist eben,dass man sich nichts kaputt reisst wenn man jemanden zieht und nicht aufpasst beim anfahren. Die Bergeösen am Fahrzeug werden oft beschädigt wenn man zu ruppig anfährt oder man zieht sie komplett raus.Und wenn dann so eine Bergeöse vom Fahrzeug geflogen kommt will ich nicht in der Nähe sein.

Will jetzt nichts gegen Bergegurte sagen (so was lege ich mir auch noch zu) aber elastische Bergeseile/Gurte sind besser.:D Kosten aber auch ein vielfaches von nem einfachen Bergegurt aber es lohnt sich.

Bei weiteren Fragen einfach fragen;)

Grizzly
15.12.2006, 18:05
............

Der Vorteil ist eben,dass man sich nichts kaputt reisst wenn man jemanden zieht und nicht aufpasst beim anfahren. Die Bergeösen am Fahrzeug werden oft beschädigt wenn man zu ruppig anfährt oder man zieht sie komplett raus.Und wenn dann so eine Bergeöse vom Fahrzeug geflogen kommt will ich nicht in der Nähe sein.

.............
Bei weiteren Fragen einfach fragen;)

Also lieber Jeeeki :rolleyes:
wie willst du etwas "kaputtreissen" oder Bergeösen komplett rausreißen????:eek: :confused: :confused:

Sorry , aber so was ist Pfusch allerhöchster Güte!
Meine Bergeösen sind am Rahmen angeschweißt:cool: , oder angeschraubt, da wo auch die Anhängerkupplung angebracht ist!:1opa:

Da rührt sich nix, aber auch gar nix!! Höchstens das Seil reißt!

Was du uns da beschreibst sind angelötete Colabüchsenverschlüsse!:cool: oder der Versuch die Achse rauszureißen (ist die Achse eine Bergeöse?;) )

Also: keine Colabüchsenverschlüsse, bitte, zum Bergen!;)

jeeeki
15.12.2006, 21:11
habe letztes Jahr einen Citroen Saxo abgeschleppt und da war genau das passiert obwohl ich sehr langsam angefahren bin. War nicht witzig

Holger
15.12.2006, 22:33
habe letztes Jahr einen Citroen Saxo abgeschleppt und da war genau das passiert obwohl ich sehr langsam angefahren bin. War nicht witzig


Das ist ja sehr gefährlich, wenn ein gespanntes Seil mit einem Metallteil am Ende plötzlich losschnellt. Es fliegt als erstes Richtung des ziehenden Fahrzeugs.

jeeeki
16.12.2006, 08:01
wir hatten Glück im Unglück. Da der Citroen ziemlich tief liegt und mein Auto relativ hoch war die Öse unter das Auto bzw. gegen die Hinterachse geflogen und nichts war passiert

vertico
16.12.2006, 14:04
Genau ... bei sowas gehen auch gerne Heckscheiben kaputt.

Aus diesem Grund legt man ja auch eine etwas schwere Matte auf das Seil,
aber in der Realitaet hab ich das bisher noch niemanden machen sehen.

Grizzly
18.12.2006, 09:20
Genau ... bei sowas gehen auch gerne Heckscheiben kaputt.


Das kommt davon, weil man mit den Kinetischen Dingern unkontrolliert Spitzenbelastungen provoziert, die viel zu kurzzeitig wirken, um zu wirken.


Aus diesem Grund legt man ja auch eine etwas schwere Matte auf das Seil,
aber in der Realitaet hab ich das bisher noch niemanden machen sehen.

Da täusch dich mal nicht!:1opa:

andreas
18.12.2006, 09:35
Nix für ungut, Matte ja, aber beim winchen mit der Winde! :1opa:

Gruß
andreas

vertico
18.12.2006, 12:33
Ok ... da auch :) Nagut ;)

Holger
22.09.2007, 23:23
Mich treibt immer noch das Thema elastisches Bergeseil bzw. -gurt um. Die kinetischen Seile sind ja sehr kurz. Wäre es da nicht zweckmäßig ein kinetisches Seil z. B. Hashiken mit einem langen Bergeseil zu verbinden?

jeeeki
23.09.2007, 09:29
mein elastisches Seil hat 11m Länge:1opa:

Ich empfinde es manhchmal als etwas zu lang aber alles geht.

andreas
23.09.2007, 11:09
Hallo Holger,

außer für extremen Schlamm oder tiefen weichen Sand
brauchst Du keinen kinetischen Bergegurt. Falls Du
meine 12 m Bergeschlinge haben willst, bringe ich
die gerne im April mit.

Gruß
andreas

jeeeki
23.09.2007, 11:28
da hast du sicher recht Andreas.Nur das war nicht der (einzige)Kaufgrund bei mir: Man wird ja nicht immer in einem reinen Fahrgelände geborgen sondern auch manchmal im Wald, nasser Feldweg..... Und nicht jeder weiss,dass man erst das Seil spannen soll und dann erst anfängt zu ziehen. Viele fahren da voll rein und dann passiert was. Und mit einem elastischen Seil passiert dir das eben nicht.

Holger
23.09.2007, 22:02
Hallo Holger,

außer für extremen Schlamm oder tiefen weichen Sand
brauchst Du keinen kinetischen Bergegurt. Falls Du
meine 12 m Bergeschlinge haben willst, bringe ich
die gerne im April mit.

Gruß
andreas


Ja, Andreas das wäre nett.
:)

holger.ihle
26.09.2007, 19:03
Hallo zusammen,

gescheite Ausrüstung ist das halbe (Offroad-) Leben.

War dieses Jahr auch wieder in Rumänien zum Enduro- und Touareg-Fahren. Und bei der Geländewagentour ging dann einmal gar nix mehr. Der leichtere, kurze Pajero war vorneweg gefahren und den schlammigen Hang im Wald gerade noch auf der letzten Rille hochgekommen - hat mir dann aber schon ausgefahrene Rinnen hinterlassen, da mußte ich wegen Traktionsmangel dann trotz MT-Reifen kapitulieren. Also stellte sich der Pajero oben auf sicherem Terrain hin, wir haben beide die Winden abgewickelt und dann mußte noch der Bergegurt dazwischen, dann war's lang genug. Sonst hätten wir den T auf mehrere Etappen an den Bäumen hochziehen müssen.

Anbei ein paar Bilder.

LG, Holger

andreas
26.09.2007, 19:09
Und sicherlich hattet Ihr was auf die Stahlseile gelegt,
damit diese beim Reißen nicht wild umher schlagen. :1opa:

Schöne Bilder. :klatsch_2

Gruß
andreas

Sandokahn
11.08.2011, 23:52
Hier mal ein ordentlicher Strick im laufenden Bild :
leider erkennt man keine Marke .
Touareg vs Nissan - YouTube

stormrider
21.08.2011, 21:53
in down under ist leider schon wieder ein tödlicher unfall in den medien. einmal mehr riss sich der kugelkopf beim bergen aus und erschlug einen fahrzeuginsassen.

ich traute bis heute meiner anhängekupplung immer mehr zu. wo befestigt ihr eure bergegurte?

http://mpegmedia.abc.net.au/news/7pmtvnewswa/video/podcast/545137_20110820-Woman-killed_video4.m4v

andreas
21.08.2011, 21:56
Ich habe neulichst nen Transporter aus dem aufgeweichten
Grünstreifen gezogen, mit nem 40daN-Spanngurt an der AHK. :p

Sandokahn
21.08.2011, 22:21
Naja der war ja nur geschraubt im Normalfall sind die Hamsterhaken ja geschweißt oder aus einem Stück geschmiedet .
Mein Disco hat vorne und hinten ne massive Öse .

vertico
21.08.2011, 22:42
Auf keinen Fall an der AHK!! Ausschliesslich am dafür vorgesehenen Bergepunkt, der mit dem Rahmen verschweisst ist.
Habe im Mamutpark schon beobachten können, wie sich eine AHK unter der Belastung einer Bergung bewegen kann. Das sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus.

userfehler
29.08.2011, 23:04
Wie Alex schon schrieb: An den dafür vorgesehenen Bergepunkten. Dafür sind die nämlich da, während eine AHK zum Schleppen da ist und nicht zum reissen :andreas: