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andreas
02.10.2005, 16:30
Da tut sich wieder etwas:

CDU-Kreistagsfraktion sieht wirtschaftlichen Nutzen ohne Nachteile für die Umwelt
Wächtersbach/Main-Kinzig-Kreis. "Die Nutzung des Steinbruchs Breitenborn als Offroad-Trainingsanlage dient einer Steigerung der Verkehrssicherheit und hat nichts mit Motorsport auf ökologisch hochwertigen Flächen zu tun" sagte Torsten Rösch, Sprecher des Arbeitskreises Umwelt der CDU-Kreistagsfraktion bei einer Besichtigung des auf Wächtersbacher Gemarkung liegenden Geländes.

"Wer angesichts der abgebauten Fläche des Steinbruchs und der Tatsache, dass über mehrere Jahrzehnte wieder aufgefüllt wird, von einem hohen Wertigkeit und Schädigung durch die Befahrung mit Allrad-Fahrzeugen spricht, hat jeden Bezug zur Realität verloren" fasste Torsten Rösch das Ergebnis des Besuchs der CDU-Parlamentarier im Gespräch mit Wolfgang Ernst Fürst zu Ysenburg und Büdingen und Herrn Klaus Hergenröther, Geschäftsführer der AvD-Offroad GmbH.

Diese hatten zunächst erläutert, dass für die Offroad-Nutzung von lediglich vier Hektar des insgesamt 160 Hektar umfassenden Betriebsgeländes bereits eine naturschutzrechtliche Genehmigung vorliegt. Firmen der Automobilindustrie hätten schon Interesse an der Nutzung des Offroad-Geländes für Zwecke der Fahrzeugentwicklung geäußert. "Weiterhin besteht ein erheblicher Bedarf aus dem Bereich der Rettungsdienste wie beispielsweise Wasserwacht, Bergwacht und THW" berichtet Klaus Hergenröther.
Es solle keinerlei Vergleichsfahrten oder Wettbewerbe geben. Damit verbiete sich auch jeder Vergleich mit einer motorsportlichen Nutzung. "Die Teilnehmer erhalten hier eine Möglichkeit auf legale Weise die Fähigkeiten ihres Autos kennenzulernen und ihren Umgang damit zu verbessern, was für die Verkehrssicherheit nur positiv sein kann" sagte Fürst zu Ysenburg und Büdingen.
Harald Hormel, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion hob die möglichen wirtschaftlichen Ergebnisse hervor. "Durch den Verzicht auf jegliche Gebäude auf dem Offroad-Gelände ist klar, dass zum Beispiel hinsichtlich der Verpflegung der Kursteilnehmer die Gaststätten der Umgebung profitieren können" sagte Harald Hormel und verwies auch auf den Bedarf für Fahrzeugpflege, -Wartung und -Reinigung.

"Nach der Besichtigung ist es für uns klar, dass wir den fundamentalistischen Antrag der Grünen in der kommenden Kreistagssitzung ablehnen werden" sagte Torsten Rösch und forderte abschließend eine stärkere Unterstützung privater Initiativen und Ideen an Stelle von Bedenkenträgern im Kreistag. (PS CDU MKK)

Das beigefügte Foto zeigt die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion am Rande des Offroad-Geländes mit Fürst zu Ysenburg und Büdingen und Klaus Hergenröther (1. und 3. v. rechts) und Arbeitskreissprecher Torsten Rösch (3. v. links)

Quelle (http://www.hanauonline.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2462&Itemid=2)

Gruß
andreas

andreas
02.10.2005, 16:33
Vorher sah es noch so aus:

Grüne wollen Beschluss gegen die Offroad-Anlage in Breitenborn herbeiführen
28.09.05
Main-Kinzig-Kreis - Nachdem die Errichtung einer Offroad-Anlage im Steinbruch Breitenborn bereits Gesprächsthema der letzten Kreistagssitzung war, setzen die Grünen nochmals nach. Da im Rahmen der aktuellen Stunde kein Beschluss gefasst werden konnte, haben die Grünen nun einen Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am Freitag gebracht. Ziel der Grünen ist es, dass sich die Fraktionen im Kreistag in Sachen Offroad-Anlage klar positionieren müssen und sich nicht „hinter dem vermeintlichen Kompromissvorschlag des Dezernenten verstecken können“, so die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Christina Schmidt.
So sieht der Beschlussvorschlag der Grünen vor, dass sich der Kreistag „unmissverständlich und klar“ gegen die Nutzung des Steinbruchs Breitenborn als Offroad-Anlage ausspricht und den Kreisausschuss anweist, seine Genehmigungspraxis entsprechend zu handhaben. Die Grünen begründen ihre Haltung mit einer nachhaltigen Schädigungen des Naherholungsraums und des Ökosystems Wald durch den Motorsport. Die ökologische Wertigkeit des Basaltsteinbruchs werde vom Naturschutzbund Deutschland als lokal bis regional sehr bedeutsam eingestuft.

Auch die von Umweltdezernent André Kavai in der Presse vorgestellten Nutzungsauflagen – wie die Beschränkung auf gewisse Bereiche, Teilnehmer- und Fahrzeugzahlen – sehen die Grünen nicht als geeignet an, die befürchteten Auswirkungen auszuschließen. Stutzig macht die Grünen zudem, dass weder die Genehmigung noch die vereinbarten Auflagen dem Kreistag jemals in schriftlicher Form vorgelegt worden seien. Ihre Zweifel an der Einhaltung dieser Auflagen werden genährt durch Erfahrungen, die mit dem gleichen Veranstalter im Wetteraukreis gemacht worden seien. Der Veranstalter habe zahlreiche Veränderungen im Wald vorgenommen, die nicht mit den gesetzlichen Auflagen in Einklang stünden.

Zudem hätten die Teilnehmer der Offroad-Veranstaltungen ihre Fahrten auch auf das angrenzende Waldgebiet ausgedehnt und Waldwege und Forststraßen außerhalb des Trainingsgeländes genutzt. Die dortige Behörde habe darauf hin die Offroad-Veranstaltungen im Büdinger Wald rund um das so genannte „Zechenhaus“ für unzulässig erklärt und eine entsprechende Genehmigung versagt. (PS Grüne MKK)

Quelle (http://www.hanauonline.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2448&Itemid=2)

agroetsch
10.10.2005, 15:06
Hallo,

wäre auch schade um das schöne Gelände ;)