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Touareg V
19.09.2006, 16:48
Kahle und Schwarz im Buggy
Sowas würde ich gerne mal fahren
Einen ungewöhnlichen Ausflug nach Kalifornien machen Armin Schwarz und Matthias Kahle Mitte November. Beide starten bei der Baja 1000 in einem spektakulären Buggy.
700 PS, V8-Motor und ein Federweg von 1,5 Metern. Die technischen Daten des Buggy beeindrucken schon beim Lesen. Für Armin Schwarz und Matthias Kahle stellen sie die nächste Herausforderung dar, beide Fahrer werden Mitte November beim berüchtigsten Offroad-Rennen der Welt teilnehmen, der Baja 1000.
"Unglaublich, das ist das Allergrößte! Ich habe ja schon einiges erlebt, ich habe vom Gruppe-B bis zum WRC vieles gefahren, aber diese Buggies sind das Abgefahrenste, was ich bisher gesehen und bewegt habe", schwärmte Schwarz in der neuesten Ausgabe von Motorsport Aktuell.
Für den Einsatz auf der mexikanischen Halbinsel wählte Armin Schwarz den Deutschen Meister Matthias Kahle als Teamkollegen aus. Der Startschuss fällt am 16. November, dann müssen die Teilnehmer rund 1.600 Kilometer unter die Räder nehmen und erreichen nach rund 15 Stunden Vollgasritt das Ziel in La Paz.
Quelle (http://www.rallye-magazin.de/index.php?PHPSESSID=g4losbnh79 el8fbe1kqjksanh2&newsID=9304&view=news_detail)
Mehr Infos und Bilder (http://www.allgermanmotorsports.com/)
Gruss Ruedi
Schade, das solche Wagen als Spielzeug zu teuer sind.
Wiseo steht das hier eigentlich Off Topic? :confused:
Touareg V
06.11.2006, 19:17
Baja 1000: Ungewöhnliche Vorbereitungen für Kahle und Schwarz
Noch knapp zehn Tage bis zum Start der BAJA 1000, dem berühmt-berüchtigten US-Offroad-Klassiker auf der mexikanischen Halbinsel Baja California: Erstmals dabei und gleich mittendrin sind Armin Schwarz und Matthias Kahle. Mit einem 740 PS starken Buggy von "All German Motorsports" gehen die deutschen Rally-Asse als erste der "Unlimited"-Topklasse auf die Strecke.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Koffer sind gepackt. Neue mit Spezialvisieren und staubdichten Halskrausen bestückte Rennhelme haben die beiden Cracks ebenso im Gepäck wie besondere Rennoveralls und spezielle Fahrerhandschuhe. "Schon unsere Ausrüstung zeigt, dass wir hier zu einem Riesenabenteuer aufbrechen", freut sich Armin Schwarz auf die Tour. "So musste ich bei meiner Testfahrt im September gleich lernen, dass die Handschuhe aus der Rally-WM im offenen Buggy nichts taugen. Zu gross ist die Verletzungsgefahr, wenn man einen Kaktus am Wegesrand trifft und einen Stachel abbekommt."
Der Zeitplan bis zum Start ist eng gesteckt. Am 7. November treffen Armin Schwarz und Matthias Kahle bei "All German Motorsports" in Süd-Kalifornien auf Brett Hartmann (USA), der das Fahrer-Trio komplettiert, und ihre amerikanischen Copiloten. Am folgenden Tag absolvieren die drei Buggy-Crews jeweils einen abschliessenden "Longrun", um eine für alle Fahrer und Terrains optimale Fahrwerkseinstellung vorzunehmen.
Das Rennen beginnt Armin Schwarz mit Co Mike Nelson. Den rund 600 Kilometer langen Mittelteil übernehmen Brett Hartmann und Don Schulz. Matthias Kahle und Rob Fox steigen für den zumeist im Dunkeln zu bewältigenden Schlussspurt ins Buggy-Cockpit. Bevor die drei Fahrerduos sich am 14. November nochmals für einen Tag in der Werkstatt des Einsatzteams treffen und sich für den Fall der Fälle mit der Technik des heckangetriebenen Power-Buggys vertraut machen, gilt es, beim viertägigen Training die Strecke zu besichtigen und zu notieren.
Beim offiziellen Training vom 9. bis 12. November teilen sich zwei Fahrer-Teams jeweils einen der mit rund 500 PS etwas schwächeren Viersitzer-Buggys. Armin Schwarz sitzt dabei neben dem bekannten US-Allrounder Boris Said. Während Schwarz und Said, der unter anderem 2005 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring siegte, ihren Part, also das erste Teilstück der BAJA 1000 trainieren, steht Matthias Kahle vor einer ganz besonderen Aufgabe: "Wir werden unser 600 Kilometer-Teilstück bis zum Ziel in La Paz maximal viermal abfahren können. Ein Basis-Aufschrieb plus Kontrolle bei Tageslicht müssen deshalb reichen, damit wir die Strecke wie im Wettbewerb auch bei Dunkelheit trainieren können."
Quelle (http://news.marathonrally.com/index.5206.0.html#5805)
Gruss Ruedi
Touareg V
07.11.2006, 14:19
"Ein echt verrücktes Rennen"
1.600 Kilometer Nonstop Offroad bei Tag und Nacht liegen vor Armin Schwarz und Matthias Kahle bei der Baja 1000. Ein Interview.
Nur noch wenige Tage bis zu ihrem Debüt bei der BAJA 1000. Normales Tagesgeschäft oder ist auch ein Rallyeprofi nervös?
Armin Schwarz: "Nervös nicht, aber man macht sich schon seine Gedanken. Schließlich ist das keine Rallye, wie wir sie aus der WM kennen, sondern ein ziemlich verrücktes Offroad-Rennen. Vom seriennahen VW Käfer bis zum über 700 PS starken „Unlimited“-Buggy, wie wir einen einsetzen, steht alles am Start. Das Interesse in den USA ist riesig. Das liegt auch an der Art der BAJA 1000: Die Regeln sind einfach und für alle gleich, egal ob Amateur, Profi oder Filmstar."
Wie hat der US-Veranstalter auf Eure Teilnahme reagiert?
Armin Schwarz (lacht): "Ziemlich gelassen, wie erwartet. Vor uns muss sich ja keiner fürchten. Matthias und ich starten zum Spaß und um zu lernen. Wer glaubt, dass man beim Debüt gleich vorne mitfahren kann, sollte wissen, wie akribisch sich die Topteams in den USA darauf vorbereiten. Nach unserem Losglück bei der Startnummernvergabe wollen wir als erster „Unlimited“-Buggy auf der Strecke nun zeigen, dass es auch in Europa schnelle Piloten gibt."
Was ist das Besondere an diesem Rennen? Wo die Unterschiede zu WM-Rallyes oder der „Dakar“ wie wir sie kennen?
Armin Schwarz: "Der größte Unterschied liegt sicher in der amerikanischen Einstellung zum Sport. Klare Regeln und eine gute Show sind dort die wesentlichen Eckpfeiler. Alle starten mit den gleichen Chancen. Die Besten werden als echte Helden gefeiert. Im Detail beginnt es bei der einfacheren aber weitaus extremeren Technik und hört bei den Bulletins der Veranstalter auf. Vergangene Woche kam eine Mail mit den Hurrican-Bewegungen über der Baja California – so etwas hab ich in der ganzen Rallye-WM noch nie gesehen."
Auch hinterm Lenkrad sicher eine ganz neue Erfahrung?
Matthias Kahle: "Und ob! Ich kann es kaum erwarten das erste Mal mit so einem Buggy loszutoben. Mein aktueller Skoda Fabia WRC hat knapp über 300 PS, der Buggy, den ich bei der Rallye Dakar steuerte, knapp 270 PS. Bei der BAJA 1000 bin ich dann mit fast 500 PS mehr unterwegs – ein Wahnsinn! Ich für meinen Teil hoffe nur, dass die Zusammenarbeit mit meinem amerikanischen Copiloten Rob Fox auf Anhieb klappt und wir genügend Licht am Auto haben. Schließlich werden wir beide wohl ausschließlich im Dunkeln unterwegs sein und das im freien Gelände. Auch für einen Rallyeprofi wie mich ein echtes Abenteuer."
Quelle (http://www.rallye-magazin.de/index.php?PHPSESSID=aspfs4vjjm 441ese35ku3n9877&newsID=9538&view=news_detail)
Gruss Ruedi
Touareg V
19.11.2006, 12:31
Schwarz und Kahle im Pech
Nicht die Toppiloten aus den USA machten bei der Offroad-Hatz über die mexikanische Halbinsel Baja California das Tempo, sondern ein deutsches Rallye-Duo.
Rallye-Rückkehrer Armin Schwarz, der mit dem rund 740 PS starken „Unlimited“-Buggy (Class 1) direkt hinter den US-Stars als Erster auf die Hardcore-Piste von Ensenada nach La Paz ging, sorgte für eine faustdicke Überraschung. Auf den anspruchsvollen, teils engen und dann wieder superschnellen Geländepfaden, überholte der Teamchef des Red Bull Skoda Teams nicht weniger als 19 Konkurrenten und setzte sich an die Spitze der mit allen Freiheiten ins Rennen gehenden Fahrzeuge der Topklasse.
Sechs Stunden später war es Nacht. Schwarz übergab den Power-Buggy von „All German Motorsports“ an seinen US-amerikanischen Teamkollegen Bret Hartman. „Wir hatten keinerlei Probleme, waren trotz flottem Tempo immer auf der sicheren Seite und zuversichtlich, dass es so weitergeht“, strahlte der 43-jährige beim minutenschnellen Boxenstopp im freien Gelände. Knapp 400 Kilometer weiter war Schluss mit der beeindruckenden Zeitenjagd. Bei Temperaturen von weit über 30 Grad sorgte ein Wasserschaden, für das vorzeitige Ende einer furiosen Wüstenfahrt. „Einfach Riesenpech, Bret kann nichts dafür“, erklärt Matthias Kahle, der als dritter Fahrer im Bunde, beim Schlussspurt hinters Lenkrad sollte. „Vor einigen Tagen sorgte ein Hurrikan dafür, dass die schlammigen Wasserdurchfahrten unberechenbar sind.“ Erst erwischte es die Elektronik, ein daraus resultierender Motorschaden beendete schlussendlich das Debüt von Armin Schwarz und Matthias Kahle.
Die Stimmung beim deutsch-amerikanischen Rallye-Trio ist dennoch gut. „Die BAJA 1000 ist der absolute Wahnsinn und eine riesige Herausforderung. Wir brauchen uns hier nicht zu verstecken – das ist für uns das Wichtigste“, erklärt Schwarz. Profikollege Kahle, normalerweise in einem Skoda Fabia WRC aktiv, stimmt zu: „Wir sind als kleines Team ohne großen Service mit Hubschrauber oder gar Flugzeug angetreten. Unser Auftritt hat die Konkurrenz und die Fans beeindruckt. Jetzt kennen uns die Amerikaner und respektieren uns. Nur logisch, dass wir im nächsten Jahr gerne zurückkommen wollen.“
Sieger des berüchtigten Rennens wurde Robby Gordon, der zusammen mit seinem Teamkollegen Andy McMillin die 1.000 Meilen in der Zeit von 19:15:27 Stunden zurücklegte. „Wir sind nicht hier her gekommen um Zweiter zu werden. Wir kamen, um zu gewinnen und das haben wir geschafft“, stellte Gordon zufrieden fest und McMillin fand lobende Worte für Schwarz. „So stark war hier noch kein Neuling unterwegs. Armin hat uns gezeigt wo der Hammer hängt.“
Quelle (http://www.rallye-magazin.de/index.php?PHPSESSID=pvfcjqgins sod87uv759kd85j5&newsID=9580&view=news_detail)
Gruss Ruedi